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Von Palermo bis Sunderland – Unterklassigkeit als Story

Geschichten sind ein großer Teil der Faszination Fußball. Man denke nur an Leicesters Märchenmeisterschaft, Griechenlands EM-Sieg, die Hand Gottes oder auch RB Leipzigs Wandlung. All das lässt sich wirksam in Mediengeschichten wandeln – und vermarkten.

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Spätestens seit Sönke Wortmanns Deutschland. Ein Sommermärchen sind Fußballfilme oder -serien ein probates Mittel, um bei Millionen Fans eine emotionale Bindung zu einem Team oder Verein aufzubauen. Und ein einträgliches dazu. Immer mehr Angebote finden die Fußballfans bei Streamingdiensten wie Netflix, Amazon Prime Video oder DAZN. Doch neben den hautnahen Erlebnissen von All or Nothing: Manchester City oder Inside Borussia Dortmund geht es im Medienkontext zusehends auch um unbekanntere Geschichten. Denn Geschichten halten die Zuschauen vor ihren Geräten. Das beweist die Serie Sunderland ’Til I Die, das zeigt aber auch Anbieter Eleven Sports, der die Spiele der italienischen Viertligisten Foggia und Palermo für seine Kunden live streamt. Diese Vereine haben eine Geschichte und gerade die von Palermo als Phönix-Club soll verfolgt werden.

Das Dramatische verbirgt sich nicht nur in der Champions League

Das Champions League-Halbfinale der vergangenen Saison hatte es in sich, der Meisterschaftskampf in Deutschland war spannend wie lange nicht und jener in der Premier League atemberaubend. Diese Geschichten wird man noch lange erzählen, wie Origi das 4:0 gegen den FC Barcelona erzielt, wie der FC Liverpool aber mit 97 Punkten nur Zweiter wird oder wie der furiose BVB am Ende der Saison in München untergeht und die Meisterschaft an die Münchner Abonnenten verliert. Doch all das haben die Fußballfans auch gesehen. Der Kampf um die Rechte an den Top Ligen und Wettbewerben hält an, diese Rechte sind milliardenschwer.

Aber es gibt noch zahlreiche Geschichten, die so noch nicht für ein großes Publikum erzählt sind, die aber, weil sie durchaus dramatisch sind, an die Schaulust der Fans appelieren könnten. Denn nicht alle guten Geschichten im Fußball handeln von Erfolg. Fast schon tragisch ist beispielsweise die Saison 2001/2002 für Michael Ballack und Co. verlaufen. Mit Leverkusen wurde er Vizemeister, Vizepokalsieger und verlor dann auch noch das Champions League-Finale. Als wäre das nicht genug, musste er auch im Sommer nach einer WM, bei der er zu den besten Spielern gehörte, gelbgesperrt zusehen, wie man im Finale den Brasilianern unterlag. Das Schicksal der Vizetitel teilten Ramelow, Schneider, Butt oder Neuville.

Oder schauen wir auf RB Salzburg. Der österreichische Serienmeister scheiterte elf Mal in Folge in der Champions League-Qualifikation, oft nach Führungen, manchmal gegen die gleichen Gegner. In dieser Saison sind sie erstmals in der Königsklasse dabei, nachdem Österreichs Meister aufgrund der UEFA-Fünfjahreswertung nun direkt in der CL starten darf, sofern der Sieger sich über seine Liga qualifiziert hat.

Und auch solche Geschichten faszinieren die Fans auf die eine oder andere Weise. Das machen sich Medienmarken längst zunutze. Denn der Durst der Fans nach mehr Content will gestillt werden. Was ist das nicht für eine erstaunliche Geschichte, die an das Herz der Fans in Sunderland ’Til I Die rührt. Die Serie erzählt von einer alten, gebeutelten Stadt mit einer Passion für den Fußball und ihren Verein. vom Abstieg des stolzen und ehemals erfolgreichen Clubs, von der Hoffnung auf die Rückkehr in die Premier League. Ehrlich, nah am Geschehen und mit dem nötigen Pathos.

Natürlich haben Netflix und die Produzenten die Inszenierung gut gemeistert. Wer den sportlichen Verlauf bei den Black Cats nicht verfolgt hatte, wird vom Abstieg in die Drittklassigkeit noch überrascht worden sein; ein wahrlich besonderes Ende. Dennoch rangiert die Serie bei den Fans im populären Feld von Serien überhaupt.

Die Folgen überzeugen mit Charme, aber sie erzählen auch von Träumen, dem Fall großer Vereine und verzweifelter Gefolgschaft der Fans. Ähnlich agiert übrigens auch Amazon bei Take Us Home: Leeds United. Der einstige Top Club bezauberte Anfang der 2000er noch mit einem Run ins Halbfinale der Champions League, stieg aber nicht viel später ab und ist seither zweit- und drittklassig gewesen. Mit dem weltbekannten Trainer Marcelo Bielsa sollte der Aufstieg gelingen – und Amazon begleitete die vergangene Saison.

Doch auch hier gab es kein Happy End, in den Play Offs war Schluss für Leeds United. Anders als Borussia Dortmund, Manchester City oder vor vielen Jahren die deutsche Nationalmannschaft sind Leeds United und der AFC Sunderland außerhalb Englands keine überaus populären oder gar extrem bekannten Clubs. Ihre Geschichten aber lassen sich von Medienmarken instrumentalisieren, um die Leute vor ihre Bildschirme zu locken und damit ordentlich zu verdienen. Das hilft natürlich auch den Clubs, die so Zusatzeinnahmen generieren und zugleich an Markenbekanntheit gewinnen. Beides garantiert aber, wie die tragischen Enden zeigen, keinen sportlichen Erfolg.

Das Phönix-Phänomen: Fans wollen Clubs wiedererstarken sehen

Bei Sunderland und Leeds spielt für viele Fans sicher auch eine Rolle, dass der romantische Fußballgedanke, wie ein Club, einst groß und erfolgreich, sich Stück für Stück wieder ins Rampenlicht spielt, die Grundlage für einen Plot in einer Geschicht ist, die es sich zu verfolgen lohnt. Auch der BVB war vor nicht allzu langer Zeit vor dem finanziellen Ruin, nun ist er einer von Europas stärksten Clubs. Juventus Turin war nach dem Zwangsabstieg 2006 am Boden, heute ist der Rekordmeister Seriensieger und hat den größten Superstar des Fußballs in den eigenen Reihen; und übrigens auch eine eigene Netflix-Serie, allerdings mit etwa anderem Fokus. Die Geschichte des Helden, der gebrochen ist oder Pech erfährt, nur um stärker zurückzukehren, kommt uns immer wieder unter: The Dark Knight Rises, The Wolf of Wall Street usw. Die Menschen mögen Siege von Außenseitern – Griechenlands Sieg bei der EM 2004 wird genauso in Erinnerung bleiben wie die Meisterschaft von Abstiegskandidat Leicester City 2016. Dazu gibt es diverse Bücher mit Titeln wie Hail, Claudio!: The Man, the Manager, the Miracle, 5000‑1 The Leicester City Story: How We Beat The Odds to Become Premier League Champions oder Jamie Vardy’s Having a Party: Leicester City’s Miracle Season.

Und sie mögen es, wenn Vereine aus der Asche wieder auferstehen. Das klingt dramatisiert. Aber genau das ist für Medien ein gefundenes Fressen. Juve, Sunderland oder Leeds sind keine eigentlichen Phönix-Vereine. Aber SSD Palermo wird zu solch einem (auch die Glasgow Rangers hätten eine ähnliche Geschichte zu liefern). Der italienische Verein mit den kultigen rosfarbenen Trikots spielt seit 2019 in der Serie D, nachdem wegen Bilanzfälschungen und mehr Vergehen mehrere Zwangsabstiege verhängt wurden. Zuvor hieß der Club US Palermo, er wurde aber als ein sogenannter Phönix-Club neu aufgestellt, wie zuvor schon der FC Parma (der als AC Parma vor dem Bankrott große Titel gewann und große Spieler hervorbrachte).

Das Interessante ist, dass die Geschichte des möglichen Wiedererstarkens des Clubs bei Eleven Sports live verfolgt werden kann. Denn laut SportsPro Media werden die Spiele des Clubs, und auch jene von Foggia Calcio, die ebenfalls neu gegründet in der Serie D starten, genauso wie Spiele der Serie C für 5,99 Euro pro Monat anzusehen sein.

Die Rechte für die Übertragung von Palermos Spielen waren auch für Sky Italia oder DAZN ein Thema. Denn der Verein hat eine Geschichte und als Phönix-Club kann diese über die ganze Saison, vielleicht sogar darüber hinaus, erzählt werden. Natürlich werden nicht plötzlich Massen von Fußballfans die Spiele von Palermo und Foggia sehen, doch in Italien sind sicher viele Fußballenthusiasten am Schicksal der Clubs interessiert und werden eventuell einmal einschalten. Wenn die Geschichte gut verkauft wird, wollen Fans auch Teil davon sein. Potential für Geschichten, die sich in Form von neuen Serien bei Streamingdiensten vermarkten lassen oder über die Rechte und die Ausstrahlung der Spiele vermittelt werden, ist überall vorhanden. Man denke nur an die dramatischen Ereignisse in England, als der Traditionsclub FC Bury vor Kurzem aus der Football League in die Niederungen des Amateurfußballs verbannt wurde. Ein Schicksal, dass die Bolton Wanderers gerade noch abwenden konnten.

Die Geschichte hinter der Solidarität mit den Clubs, zum Teil auch vergeblicher Hoffnung, könnte ebenfalls eine Story sein, die eine dokumentarische Aufnahme bei einem großen Streamingdienst rechtgertigt. Es gibt Abermillionen Fußballfans und tausende tolle Geschichten. DAZN, Eleven Sports, Sky Sports, Netflix, Amazon und und und, sie bringen sie zusammen. Es heißt schließlich, der Fußball schreibt die besten Geschichten; manchmal braucht es dafür 90 Minuten, manchmal Jahrzehnte, manchmal nur einen Augenblick.

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Against The Odds – E-Sport Doku für jedermann

Ist E-Sport richtiger Sport? Wenn man die neue Red Bull Dokumentation “Against The Odds” gesehen hat, dann weiß man, wie die Antwort lautet.

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Dota 2 ist, mit Peaks von mehr als einer Millionen Spielern zur gleichen Zeit, eines der beliebtesten Videospiele der Welt. Das free-to-play MOBA-Game von Valve ist auch ein dementsprechender Hit in der E-Sport-Szene. Mit einem Preisgeld von 34,2 Millionen Dollar bricht das größte Turnier “The International 2019” alle Rekorde. Dieser jährlich stattfindende Wettbewerb ist vergleichbar mit der WM im Fußball und für jeden Dota 2 Spieler das wichtigste Turnier überhaupt.

Red Bull erzählt eine spannende Geschichte

Red Bull ist schon seit Jahren als Sponsor im E-Sport aktiv. Der Energydrinkhersteller hat früh die Zeichen der Zeit erkannt und profitiert nun davon, dass E-Sport immer mehr im Mainstream ankommt. Trotzdem gibt es immer noch unzählige Menschen, die keinen Bezug zu dieser neuen Art des Sports finden. Deshalb hat Red Bull sich etwas überlegt, um das, für Außenstehende so schwierig zu greifende, Phänomen Dota 2 dem Otto-Normal-Verbraucher zu präsentieren. In der Dokumentation “Against The Odds” erzählt Red Bull eine packende Geschichte, die so nur der Sport schreiben kann.

“Against The Odds” handelt von dem Dota 2 Team, OG, und von den beiden Freunden, Johan Sundstein und Tal Aizik. Die beiden, aus Dänemark und Israel stammenden, jungen Männer sind besser bekannt unter ihren Gamernamen, “N0tail” und “Fly”. Sie haben sich vor vielen Jahren über Dota 2 kennengelernt und begonnen gemeinsam zu spielen. Ihr großes Ziel war es, einmal das wichtigste Turnier “The International” zu gewinnen. Doch dieser Traum stellte die beiden vor viele Zerreißproben.

Freunde statt Kollegen

Im professionellen Bereich sind Dota-Teams, die aus fünf Spielern und einem Trainer bestehen, vergleichbar mit Profimannschaften in anderen Sportarten. Die Spieler wechseln regelmäßig das Team und die Teams sind immer auf der Suche nach den besten Spielern. Doch N0tail und Fly wollten einen anderen Weg gehen. Sie wollten beweisen, dass Teamwork, Vertrauen und Freundschaft ebenso zum Erfolg führen können. Deshalb gründeten sie 2015 das neue Team, OG, und bestückten es mit passenden Spielern. In diesem neuen Team sollte es nun endlich gelingen, den renommierten Titel zu gewinnen.

Doch der große Erfolg blieb nach wie vor aus. Das Team konnte zwar auf kleineren Turnieren Siege erringen, die sein großes Potenzial bewiesen, aber unter dem Druck, unbedingt gewinnen zu wollen, versagten sie beim International ein ums andere Mal. Diese frustrierenden Niederlagen hinterließen Spuren bei den Teammitgliedern und die Stimmung im Team verschlechterte sich, was schließlich dazu führte, dass Teamkapitän, Fly und zwei weitere Spieler, OG im Jahr 2018 überraschend verließen.

Der Neustart

Das Team war am Ende. Der Kapitän hatte das sinkende Schiff verlassen und OG schien verloren. Doch N0tail und seine verbliebenen Mitstreiter wollten nicht so schnell aufgeben. Bis zum International 2018 war zwar nicht mehr viel Zeit, aber sie waren entschlossen bis dahin ein konkurrenzfähiges Team auf die Beine zu stellen. Jedoch fehlten dafür noch drei Spieler und so kurz vor dem Turnier waren alle guten Spieler bereits vergeben. Sie mussten sich etwas überlegen.

Der eigentliche Trainer, der Franzose Sébastien Debs (7ckingMad), wurde zum Spieler. Er hatte zwar noch nie auf diesem Niveau gespielt, aber N0taile vertraute auf seine Fähigkeiten. Außerdem holten sie ihren ehemaligen Kollegen, Anathan Pham (ana), zurück aus Australien vor den Monitor. Nun war noch ein Platz frei und dieser wurde besetzt mit dem Finnen, Topias Taavitsainen (Topson). Der junge, unscheinbare Skandinavier hatte keine professionelle Erfahrung. Es war ein absoluter Schuss ins Blaue.

Das neue OG-Team

The International 2018

Nun stand also das Team und einen Trainer hatten sie auch gefunden. Das Problem war: OG bekam keinen Platz beim International 2018 und musste sich über die offene Qualifikation ins Turnier kämpfen. Dies bedeutete unzählige Spiele, gegen Teams aus aller Herren Länder und eine Niederlage würde das Aus bedeuten. Doch OG schaffte es sich zu qualifizieren und kam unter die Top 16, welche ihre Spiele auf der großen Bühne, vor Millionen von Zuschauern austragen. Dort kam es, wie es kommen musste. Im Viertelfinale traf OG auf das neue Team von Fly, dem ehemaligen besten Freund und Teamkameraden von N0tail.

Die Evil Geniuses (Team von Fly) waren in diesem Spiel favorisiert, doch OG schaffte es mit 2-1 im Best of 3 ins Halbfinale einzuziehen. Für N0tail war dies schon eine riesige Genugtuung, aber noch nicht das Ende der Reise. Denn im Halbfinale wartete der nächste Hochkaräter. Das Team PSG.LGD, aus China, wird von PSG gesponsert und galt als Favorit auf den Turniersieg. Doch auch in diesen Spielen wuchsen die Underdogs über sich hinaus und zogen abermals mit 2-1 in die nächste Runde ein, das Finale.

Dort wartete, aufgrund des Turniersystems, erneut das Team aus China auf OG. Es wurde im Best of 5 gespielt und die Chinesen waren auch hier wieder favorisiert. Nach drei Spielen führte PSG.LGD mit 2-1 und der nächste Sieg hätte den Titel bedeutet. OG musste das vierte Spiel also gewinnen, um den Traum am Leben zu halten. Es war ein atemberaubendes Spiel, dass OG knapp für sich entscheiden konnte und es kam zum alles entscheidenden fünften Match. OG, das spontan zusammengewürfelte Team von Dota-Verrückten gegen die Elitetruppe aus China, die funktioniert, wie eine Maschine. Ein Finale, das kein Drehbuchautor sich besser hätte ausdenken können.

Der Spaß am Spiel gewinnt

So hoch der Druck auch war, OG wollte in diesem Spiel vor allem eins: Spaß haben. Die Taktik war nicht mehr so wichtig. Jeder sollte mit dem Charakter spielen, mit dem er sich am wohlsten fühlt und sie wollten dieses einzigartige Spiel einfach so sehr wie möglich genießen. Ob dieser Spaß am Spiel am Ende entscheidend war, ist schwierig zu sagen, aber OG schaffte es erneut, den Favoriten aus Fernost zu besiegen und sicherte sich den Titel. Endlich hatten sie es geschafft – sie haben das wichtigste Dota 2 Turnier gewonnen und niemand hatte damit gerechnet.

Es ist eine Märchengeschichte und Red Bull hat diese Geschichte begleitet. Mit tollen Insights und Interviews schafft die Doku eine unfassbar dichte Atmosphäre und jeder, der sich für Sport interessiert, fiebert mit N0tail und seinen Teammates mit. So schafft es Red Bull Dota 2 für noch mehr Menschen interessant zu machen. “Against The Odds” ist keine Nerd-Dokumentation, für die man 1000 Stunden Dota 2 gespielt haben muss, um sie zu verstehen. Es geht viel mehr um Menschen und Emotionen, als um das Spiel selbst. Denn auch, wenn nicht jeder E-Sport als echte Sportart anerkennen möchte, schafft E-Sport das, was Sport am besten kann: Menschen in seinen Bann ziehen. Sogar Menschen, die das Spiel gar nicht verstehen.

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Never stop chasing your dreams 🌻 #GooG

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N0tail nach dem Gewinn des International 2019

Am 09.09.2019 erschien “Against The Odds” auf YouTube und hat mittlerweile mehr als 1,5 Millionen Views. Die Veröffentlichung war ca. zwei Wochen vor dem International 2019. In dieses Turnier ging OG mit einem unveränderten Team und das Märchen wurde fortgeführt. Als erstes Team in der Geschichte des Turniers schaffte es OG, am 25. August 2019, den Titel zu verteidigen.

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Fußball – ein Sport, viele Organisationen

Neben der FIFA und der UEFA gibt es noch viele weitere Organisationen im Fußball, die unterschiedlichste Interessen Vertreten. Wir geben einen Überblick.

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DFB, ECA, EPFL, WLF, DFL….. Im Fußball gibt es unendlich viele Organisationen, die für den reibungslosen Ablauf der beliebtesten Sportart der Welt sorgen. Doch wer soll in diesem Dschungel von Abkürzungen noch den Überblick behalten? Im Folgenden erklären wir, was wirklich hinter den vielen Buchstaben steckt.

ECA – European Club Association

Die im Jahr 2008 gegründete European Club Association ist eine Interessenvertretung der europäischen Fußballvereine. Sie sieht sich selbst als Vertretung aller Vereine, arbeitet aber aufgrund ihrer Zusammensetzung hauptsächlich den Top-Klubs zu. Die Landesverbände, die in der UEFA Fünfjahreswertung oben stehen, stellen die meisten ordentlichen Mitglieder. Alle zwei Jahre wechseln diese Mitglieder und es erwerben immer die bestplatzierten Mannschaften einer Liga die Mitgliedschaft. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit ordentliches Mitglied zu werden, wenn man mindestens fünfmal den Europapokal der Landesmeister bzw. die Champions League gewonnen hat.

Neben den ordentlichen Mitgliedern gibt es noch die assoziativen Mitglieder. Diese bewerben sich bei der ECA für zwei Jahre auf eine Mitgliedschaft und sind dann an den Aktivitäten der ECA beteiligt. Bei den Mitgliederversammlungen nehmen sie aber nur eine Beobachterroller ein.

Karl-Heinz Rummenigge war langjähriger Vorstandsvorsitzender. Seit der Gründung bis 2018 hatte er diesen Posten inne und ist nun Ehrenpräsident der Association. Sein Nachfolger ist Juve Boss, Andrea Agnelli. (Mehr zu Agnelli hier.)

Die ECA konnte in den letzten Jahren einige wichtige Errungenschaften verzeichnen. Unter anderem ist die Organisation maßgeblich an der Gestaltung des Spielkalenders beteiligt. Dies ist momentan wieder ein großes Thema, weil die ECA für die neuen Kalender ab 2024 sowohl mehr Vereinsfußball auf europäischer Ebene fordert als auch mehr Pausen für die Spieler. Da Agnelli eine Beschneidung der Ligen ausschließt, bedeutet dies zwangsläufig weniger Termine für die Nationalmannschaften.

Neben dieser Beteiligung ist es der ECA gelungen, Spielerversicherungen einzuführen. Das bedeutet, dass Vereine dafür entschädigt werden, wenn sich ihre Spieler bei der Nationalmannschaft verletzen. Außerdem schaffte es die ECA Kompensationszahlungen einzuführen, die von der FIFA und UEFA an Vereine gezahlt werden, deren Spieler an einer WM oder EM teilnehmen.

Andere Reformversuche, wie die Änderung der Champions League in einen exklusiveren Wettbewerb mit Ligacharakter und Wochenendspielen, stießen hingegen auf derartig starke Ablehnung, dass die ECA doch auf gemäßigtere Änderungen setzte. Andrea Agnelli behauptet solche Forderung seiner Association würden nur getroffen, um eine Diskussion zu starten. Wie sehr die ECA den Fußball tatsächliche reformieren möchte, bleibt unklar.

EPFL – European Professional Football Leagues

Neben der ECA, der einzelne Vereine angehören, gibt es auch noch die EPFL, die aus Ligaverbänden besteht. 1997 wurde die EPFL von 14 Gründungsverbänden gegründet. Momentan sind in der EPFL 36 Verbände aus 29 Ländern organisiert. Damit vertritt die Organisation mehr als 950 Vereine. Ihr oberstes Ziel ist es, für Chancengleichheit in den europäischen Fußballligen zu sorgen.

Präsident ist momentan der Schwede Lars-Christer Olsson. Aber der wahrscheinlich bekannteste Vertreter ist der Österreicher, Georg Pangl. Als General Secretary trägt er häufig die Anschauungen der EPFL an die Öffentlichkeit. (Mehr zu Georg Pangl hier.)

Für die EPFL gestaltet sich das Mitwirken an Entscheidungen der UEFA und FIFA zunehmend schwieriger, da ihre Forderungen hauptsächlich kleineren Vereinen zugutekommen würden. Die Organisation hat gegenüber den internationalen Verbänden kein probates Druckmittel. Die ECA beispielsweise kann damit drohen, dass die Top-Klubs nicht mehr an den UEFA Wettbewerben teilnehmen, sollten ihre Forderungen nicht erfüllt werden. Trotzdem verzeichnet auch die EPFL Erfolge, wie zum Beispiel die Ablehnung der neuen Champions League Reformen. In diesem Fall stellten sich vor allem der deutsche und der englische Ligaverband hinter die EPFL und gegen die Neuerungen.

World Leagues Forum

Nicht nur in Europa sind die Ligaverbände organisiert. Seit 2016 kommen sie im World Leagues Forum (WLF) auch weltweit zusammen. Diese Vereinigung möchte vor allem auf FIFA Ebene Mitspracherecht haben. Nach der Gründung übernahm ein dreiköpfiges Team die Führung des Forums. Diesem Team gehört auch der Geschäftsführer der DFL (Deutsche Fußball Liga), Christian Seifert, an.

Die wichtigsten Anliegen des WLF sind die Regeln des Fußballs, der Spielkalender, Transferregulierungen und die Arbeitsverhältnisse zwischen Vereinen und Spielern.

DFL – Deutsche Fußball Liga

Der Deutsche Fußball Liga e.V. wurde 2000 gegründet und sitzt in Frankfurt am Main. Die DFL bildet die Interessenvertretung der deutschen Erst- und Zweitligavereine gegenüber dem DFB. Der DFL e.V. hat sein gesamtes operatives Geschäft an seine hundertprozentige Tochter die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH abgetreten. Der Deutsche Fußball-Bund e.V. ist ein gemeinnütziger Verein und Dachverband von 26 Fußballverbänden in Deutschland. Er ist mit knapp sieben Millionen Mitgliedern der größte nationale Sport-Fachverband der Welt. Die DFL ist ein ordentliches Mitglied des DFB.

Diese beiden Verbänden sind für die Durchführung der ersten und zweiten Bundesliga zuständig. Geregelt werden die Aufgabengebiete in einem Grundlagenvertrag. Dieser gewährt der DFL das Recht zur Organisation und Vermarktung der Ligen. Dies sind zwei der drei Hauptaufgaben der DFL. Hinzu kommt noch die Lizenzierung der Vereine. Die DFL prüft, ob die Vereine verschiedenste Anforderungen erfüllen, um die nächste Saison in einer entsprechenden Spielklasse mitzuspielen.

Der Präsident der DFL saß bis zu diesem Jahr im Präsidium und im Vorstand des DFB. Seit der Mitgliederversammlung am 21.08.2019 gibt es das Amt des Präsidenten nicht mehr, das zuvor Reinhard Rauball ausgeführt hatte. Nun ist der Geschäftsführer der DFL, Christian Seifert, der außerdem auch Vizepräsident des DFB ist, der Sprecher des Präsidiums und somit der “oberste Repräsentant”.

FIFPro und VDV

Nicht nur Ligen und Vereine organisieren sich, um ihre gemeinsamen Interessen besser umsetzen zu können. Auch Profifußballer selbst sind international und national organisiert. International in der Fédération Internationale des Associations de Footballeurs Professionnels (FIFPro) und explizit in Deutschland in der Vereinigung deutscher Vertragsfußballer e.V. (VDV).

Diese Organisationen agieren ähnlich wie Gewerkschaften anderer Berufsgruppen. Sie versuchen die verschiedensten Interessensgebiete ihrer Mitglieder möglichst gut abzudecken. Der VDV setzte beispielsweise ein Urlaubsgeld für Profis durch, das vom DFB als verpflichtend festgesetzt wurde. Außerdem ist der VDV mitverantwortlich dafür, dass vertragslose Spieler heutzutage ablösefrei den Verein wechseln können.

Neben diesen Errungenschaften sind die Gewerkschaften beratend tätig und unterstützen beispielsweise Fußballer nach ihrem Karriereende. Des Weiteren setzen sie sich gegen Rassismus, Diskriminierung, Gewalt und Doping ein. Vertreter der FIFPro unterstützen zudem die IFAB.

IFAB – International Football Association Board

The International Football Association Board ist für die Regeln des Fußballs zuständig. Das Board besteht aus acht Mitgliedern. Vier von der FIFA und jeweils einer aus England, Nordirland, Wales und Irland. Diese Zusammensetzung hat historische Gründe. Die IFAB wurde bereits 1882 im Zuge der Austragung eines rein britischen Fußballturniers gegründet und dann 1904, nach der Gründung der FIFA, als verantwortlich für die Fußballregeln anerkannt.

Die acht Mitglieder stimmen über Regeländerungen ab, wobei mindestens sechs Stimmen für eine Änderung benötigt werden. Interessant bei dieser Abstimmung ist wiederum, dass die vier FIFA Mitglieder der IFAB nur als Block abstimmen dürfen.

Neben den acht stimmberechtigten Mitgliedern hat die IFAB viele weitere Mitglieder in beratender Funktion. Dies sind zumeist ehemalige Fußballer, Trainer oder Funktionäre, die in unterschiedlichen Gremien über die Zukunft der Fußballregeln diskutieren.

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Ownership-Overview: Die Top 6 der Serie A

Ein Überblick über die Besitzer und Entscheider der italienischen Spitzenvereine. In Italien präsentieren sich die unterschiedlichsten Klubbesitzer.

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Im Ownership-Overview schauen wir uns an, wer eigentlich im Besitz der größten europäischen Fußballvereine ist. Der erste Teil gibt eine Überblick über die Finanziers der englischen Premier League. Aber nicht nur in England sind die Vereine im Besitz von großen Unternehmern und superreichen Geschäftsleuten, sondern auch in der italienischen Serie A.

Juventus Turin

Andrea Agnelli mit seinem Onkel Gianni beim Champions League Finale 1996

Die Alte Dame, der mit Abstand erfolgreichste Fußballverein Italiens, steht seit fast 100 Jahren in enger Verbindung mit der italienischen Unternehmerfamilie Agnelli. Edoardo Agnelli, der Sohn des Fiat Gründers, begann bereits 1923 den Verein finanziell zu unterstützen und wurde später Präsident. Seine Söhne, Giovanni und Umberto, führten den Verein ebenfalls. Ab 1967 wurde die familiäre Präsidentschaft unterbrochen, bis 2010 der heutige Präsident Andrea Agnelli (Enkel von Edoardo) in das Amt berufen wurde. Auch finanziell hat die Agnelli-Familie die größten Anteile an Juventus Turin. Der im Familienbesitz befindlichen Investmentgesellschaft, Exor N.V., gehören 63,8% der Aktien.

SSC Neapel

Aurelio De Laurentiis

Der SSC Neapel erlebte in den 80er Jahren, mit einem überragenden Diego Maradona, seine bisher erfolgreichste Zeit. Den absoluten Tiefpunkt erreichte der Verein mit dem Entzug der Lizenz im Jahr 2004 und dem damit verbundenen Abstieg in die dritte Liga. Seitdem leitet der italienische Filmproduzent, Aurelio De Laurentiis, die Geschicke des Vereins und das durchaus erfolgreich. Seit nunmehr 15 Jahren ist seine Filmproduktionsfirma Filmauro im Besitz des Klubs. Seitdem gelangen zwei Aufstiege, zwei Pokalgewinne und die Etablierung der Azzuri als zweites italienisches Spitzenteam, hinter Juventus Turin.

Inter Mailand

Choreo der Inter Fans vor dem Gewinn der Champions League 2010 in Madrid

Der Champions League Sieger von 2010 hat einige turbulente Jahre hinter sich. 2013 wurde der Verein durch den indonesischen Geschäftsmann, Erick Thohir, übernommen. Dieser hielt zunächst 70% der Anteile, doch seit 2016 ist er nur noch Minderheitsaktionär. Das chinesische Unternehmen Suning Comerce Group, das Haushaltsartikel herstellt, kaufte 68,55% der Anteile und ihr Gründer, Zhang Jindong, ist seitdem Präsident der Schwarz-Blauen.

AC Mailand

AC Präsident Silvio Berlusconi (mitte) mit seinem Geschäftsführer Adriano Galliani (links) und seinem Trainer Nils Liedholm (rechts) 1986

Der AC Mailand wurde in den letzten Jahren zu einem perfekten Beispiel für die Befürworter der 50+1 Regelung. Nachdem seit 1986 der ehemalige italienische Ministerpräsident, Silvio Berlusconi, fast 100% des Vereins besaß, kaufte ihn der chinesische Geschäftsmann, Li Yonghong, im Jahr 2017 für knapp 740 Mio. Euro. Woher Yonghongs Vermögen stammte war von Anfang an unklar. Infolgedessen kam der neue Präsident einigen Rückzahlungen für einen Kredit, den er bei Eliott Management Corporation aufgenommen hatte, nicht nach. Woraufhin das US-Unternehmen im Juli 2018 selbst die Mehrheit des Vereins übernahm. Diese Farce ist Wasser auf den Mühlen der Kommerzialisierungsgegner des deutschen Fußballs. Denn hier wurde ein traditionsreicher Fußballverein zum Spielzeug ausländischer Unternehmer.

AS Rom

James Pallotta

Die Roma ist das italienische Äquivalent zu Bayer Lerverkusen – zumindest, wenn es darum geht, zweiter zu werden. Mit bereits 14 Vizemeistertiteln kennen sich die Hauptstädter gut damit aus, den anderen den Vortritt zu lassen. Der letzte Meistertitel konnte im Jahr 2001 errungen werden. Auch der seit 2012 amtierende Präsident James Pallotta konnte daran bisher wenig ändern. Der Amerikaner mit italienischen Wurzeln versucht seinen Verein zu modernisieren, doch hat er einen schweren Stand bei den Fans, nachdem er die Vereinslegende Francesco Totti verfrüht in Rente schicken wollte. Pallottas größtes Projekt ist der Bau eines neuen Stadions, dessen Baubeginn jedoch seit Jahren verschoben wird.

Lazio Rom

Claudio Lotito

Der wohl unbeliebteste italienische Fußballpräsident ist erfolgreicher Reinigungsunternehmer und seit 2004 im Amt. Claudio Lotito führte den Hauptstadtklub aus einer finanziellen Krise, die existenzbedrohende Ausmaße hatte. Dennoch ist er bei den Fans überaus unbeliebt. Nachdem der Verein sich finanziell wieder erholt hatte, forderten die Fans eine Kursänderung. Doch dem eiskalte Geschäftsmann, Lotito, scheinen Geld und Macht wichtiger als sportlicher Erfolg. Er führte den Verein, trotz regelmäßiger Proteste und Morddrohungen, zum Pokalgewinn in der letzten Spielzeit.

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DAZN: Von italienischen Subscription-Paketen und dem Angriff auf die Bundesliga

DAZNs Vormarsch als wichtigstes Medium zur Fußballausstrahlung geht weiter. Ronaldo ist Global Ambassador, mit Sky ringt man um die Bundesligarechte und für Nutzer in Italien wurde ein in All In Suscription-Paket entwickelt.

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Samstag, 15.30 Uhr, damit verbinden Millionen Menschen hierzulande vor allem eins, die Fußball-Bundesliga. Doch vielleicht wird im gleichen Atemzug künftig noch ein anderes Schlagwort fallen. Samstag, 15.30 Uhr, DAZN. Die Exklusivrechte für die Bundesliga hätte der OTT Service gerne – für diese Saison begnügt man sich mit den Freitagsspielen, die zuvor über den Eurosport Player zu sehen waren. Während man mit der Premier League ein wichtiges Zugpferd eingebüßt hat, deuten innovative Entwicklungen andernorts darauf hin, dass DAZN gekommen ist, um zu bleiben.

DAZN: Zeit sich langfristig zu etablieren

Dass die Premier League diese Saison nicht mehr live auf DAZN zu sehen ist, dürfte für die Marke einen herben Schlag bedeutet haben. Immerhin ist Englands höchste Spielklasse weltweit die populärste Fußballliga. Und allein die Views, die über YouTube verloren gehen, wo DAZN schon wenige Stunden nach Spielschluss Highlight-Videos hochlädt, sollte sich bei den Social Media KPIs bemerkbar machen. Den englischen Fußball müssen DAZN-Abonnenten jedoch nicht ganz missen, schließlich werden einige Spiele aus der Championship, dem Carabao Cup und dem FA Cup gezeigt.

Doch in anderen Sportarten hat DAZN inzwischen ordentlich Boden gut gemacht. Und im Fußball ist der Service eine Adresse, um die die Fans kaum herumkommen, wenn sie alle Spiele sehen wollen. In der Champions League bringt man diese Saison über 100 Spiele live.

Die Marke DAZN hat sich bereits etabliert, muss aber weiter wachsen und sich auf lange Sicht beweisen. Ein Gesicht, dass nun offiziell für diese Marke steht, ist eines der populärsten, das der Fußball je gesehen hat. Cristiano Ronaldo wurde jüngst zum Brand Ambassador für DAZN. Ronaldo soll die Marke und der Service in aktuellen Live-Märkten promoten, in Deutschland, Italien, Kanada, Japan, aber auch in künftigen Märkten. Er selbst erklärt in der Pressemitteilung:

The world is changing and thanks to an innovative approach, DAZN is breaking down barriers for sports fans. Now we can watch sport however and whenever we want, which is why, for me, being part of DAZN’s journey was an easy decision to make.

Der portugiesische Superstar erkennt an, dass DAZN disruptiv ist und dabei den Komfort des einzelnen Kunden im Auge hat. Elemente, die im aktuellen digitalen Medienmarkt äußerst wertvoll sind. Doch mindestens genauso relevant sind die richtigen Inhalte. Und da Fans zum einen ihre Lieblingsligen oder Wettbewerbe sehen wollen, zum anderen aber auch jeden Tag mit idealerweise exklusiven Serien versorgt werden wollen, schlägt DAZN auch in diese Kerbe. So können Abonnenten in The Making Of ganz neue Insights von Cristiano Ronaldo erfahren.

Diese Ansätze zeigen, dass DAZN sich auf lange Sicht als Big Player im Sport- und Fußballmarkt etablieren will. Deutschlandchef Thomas de Buhr erklärte dem Sportbuzzer unlängst:

Man sieht, dass wir es ernst meinen. Man sieht auch, dass wir es können.

Damit nahm er Bezug auf die Bundesligarechte, die im Januar für die Spielzeiten von 2021 bis 2024 neu vergeben werden. Hier möchte DAZN Sky angreifen und auf deutlich mehr Spiele bieten. Ein Investment, dass sich lohnen könnte.

Die Unterstützung für DAZN ist da, auch finanziell

Seit 2016 gehört DAZN zur Perform Group; und die ist bekanntlich riesig. Damit sind auch finanzielle Risiken leichter abzusegnen, scheint es. Tatsächlich hat DAZN aber nach Informationen von SportsPro Media die Nettoverluste von 2017 bis Ende 2018 von 726 Millionen auf 50 Millionen US-Dollar gesenkt. Zwar sind die Ausgaben auf 336,6 Millionen angestiegen – Rechte haben ihren Preis –, doch die Umsätze in großen Märkten wie Asien (42 Prozent) stiegen deutlich, dort sogar um über 65 Millionen. Und mit mehr Einkünften und den seit diesem Jahr bestehenden Werbeoptionen bei der Plattform sollten die Umsätze nur weiter steigen. Insbesondere bei dem guten Angebot der Champions League oder auch Europa League-Spiele. Die Bundesliga-Rechte würden, vor allem nach dem Verlust der Premier League, einen besonderen Schub bedeuten. Derzeit ist die Rede von etwas über vier Millionen Abonnenten.

Innovative Einbindung des Angebots sorgt für neue Kunden

In Sachen Disruption und Innovation ist DAZN eines der Vorzeigemedien der letzten Jahre. Das beweist der OTT Service auch in Italien. Dort wurde mit dem Breitband- und Internetanbieter Fastweb eine Kooperation vereinbart, wie wiederum SportsPro Media berichtet. Demnach bieten die Anbieter ein Subscription Package namens “Fastweb Casa e DAZN”, bei dem die Nutzer unbegrenzten Zugang zum Internet und einen Telefonanschluss in Italien erhalten, außerdem noch Zugang zu einem optimierten Kundenservice, der über Connected Devices in Anspruch genommen werden kann. Als Highlight aber ist für die Nutzer das für Italien geltende Rechtepaket von DAZN integriert. Dieses bietet drei Serie A-Spiele pro Woche sowie Spiele aus La Liga, der Ligue 1, den englischen Pokalwettbewerben oder auch aus der Serie B.

Das Ganze kostet 40.95 Euro und ist damit schon eine Investition für den Einzelverbraucher. Allerdings ist es auch ein cleverer Schachzug DAZNs sich in alltägliche Serviceleistungen zu integrieren. Denn solch ein Rundumpaket verspricht für die User Komfort, da alles aus einer Hand kommt. Zudem zeugt die Anbindung des Streamingdiensts an Everyday Life-Kontexte vom Vorhaben, DAZN als Standard für die Fußballausstrahlung zu etablieren. Auch als Marke. Roberto Chieppa, Fastwebs Marketing und Customer Experience Officer, erklärt:

Fastweb has always been close to the world of sport. Through the agreement with DAZN, it intends to satisfy the desire of its customers to experience the best sporting events at the forefront by accessing all the contents of the platform simply and quickly, from home or in mobility. With the launch of the new offer we combine the reliability and speed of our network with all the thrills of sports live and on demand to offer all our customers the best possible experience.

DAZN hat ein breit gefächertes Angebot, das zwar noch bei weitem nicht alle Ansprüche der Fans erfüllen kann, aber doch schon recht viele bedient. Und besonders die Ausstrahlung der Champions League trägt zum Markenwachstum bei. Dieses treibt das Unternehmen auf diversen Ebenen rigoros voran – und mit einer attraktiven Marke kann der Streamingdienst womöglich künftig noch mehr Nutzer von sich überzeugen. Vielleicht ist es in wenigen Jahren ganz normal zu sagen, dass man am Abend DAZN schauen wird. Warum? Weil Fußball läuft. Doch Sky und etwaige neue Player schlafen derweil nicht; und so wird der Kampf um die Rechte und die Ausstrahlung der Spiele der Ligen, die wir so lieben vielleicht sogar ähnlich spannend wie die Spiele selbst. Zu hoffen bleibt, dass dem Kunden ermöglicht wird, seine favorisierten Spiele über einen Anbieter zu sehen. Doch das Zeitalter der digitalen Personalisierung könnte dafür sorgen. On Demand ist und bleibt en vogue.

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Ownership-Overview: Die Top 6 der Premier League

Die Premier League Klubs sind die mit Abstand reichsten der Welt. Doch wer steht hinter diesen finanziellen Schwergewichten und leitet die Geschicke?

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Jetzt ist es auch in Deutschland soweit: Investoren kommen in die Bundesliga. Oder waren sie schon länger da? Mit dem Investment von Lars Windhorst bei Hertha BSC Berlin rückte das Thema “Finanzinvestoren” wieder auf die mediale Agenda. Aber wer sind eigentlich die Key-Player, die den europäischen Markt dominieren? Wir haben uns mit dem Ownership-Overview mal die Eigentumsverhältnisse der relevantesten Clubs in Europa angeschaut. Wir beginnen mit der Premier League.

Manchester City

Manchester City gilt neben PSG als der Kommerzklub des Profifußballs. Noch 1998 spielte der Verein in der dritten englischen Liga und legte dann einen kometenhaften Aufstieg hin. Zunächst gelang der schnelle Wiederaufstieg in die Premier League und dann im Jahre 2008 kaufte die Herrscherfamilie Abu Dhabis den Klub. Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan ist seitdem der Chef der Citizens. Neben seinem Engagement im Fußball ist der Bruder des Präsidenten als Minister für Präsidentschaftsangelegenheiten in den Vereinigten Arabischen Emiraten tätig. Manchester City gehört zur City Football Group deren Anteile mehrheitlich bei der Abu Dhabi United Group (86,21%) liegen.

FC Liverpool

Der LFC ist der momentan schärfste Konkurrent von Manchester City im Kampf um die englische Meisterschaft und wird als Gegenstück zum neureichen Scheichklub gesehen. Der 18-Fache englische Meister blickt auf eine erfolgreiche Vergangenheit zurück. 1892 von einem Brauereibesitzer gegründet, ist der amtierende Champions League Sieger mittlerweile einer der größten Fußballvereine der Welt. Seit Oktober 2010 ist die Fenway Sports Group – ein US-amerikanischer Sportvermakter – im Besitz des Klubs. Neben den Reds ist das Unternehmen zudem Besitzer des Baseballvereins, Boston Red Sox.

FC Chelsea

Roman Abramowitsch ist wohl der bekannteste Klubbesitzer der Premier League. Im Juni 2003 kaufte er den FC Chelsea und investierte seitdem mehr als 1,7 Milliarden Euro in neue Spieler. Die Übernahme trug schnell Früchte. Bereits in der Saison 2004/2005 konnte Chelsea die englische Meisterschaft gewinnen. Dies war nicht nur die erste seit 50 Jahren, sondern mit 95 Punkten auch ein neuer Rekord in der Premier League. Im Jahr 2012 erreichte Chelsea mit dem Gewinn der Champions League gegen den FC Bayern den vorläufigen Höhepunkt in der Ära Roman Abramowitsch.

Tottenham Hotspur

Tottenham war in den letzten Transferperioden der mit Abstand sparsamste Top 6 Verein der Premier League. Vor beginn der letzten Saison verpflichtete der Verein keinen einzigen neuen Spieler und schaffte es trotzdem das Champions League Finale zu erreichen. Statt in neue Spieler investierten die Nordlondoner in ein neues Stadion und in hochmoderne Trainingsanlagen. Der Mann hinter diesem wirtschaftlich sehr erfolgreichen Klub ist Joe Lewis. Der britische Milliardär steht aber nur höchst ungern in der Öffentlichkeit und wird in seinem Job als Chairman durch Daniel Levy vertreten. Levy ist Geschäftsführer des Investmentunternehmens ENIC, das seit 2012 Privatbesitzer der Spurs ist.

FC Arsenal

Seit dem Gewinn der Meisterschaft, ohne eine einzige Niederlage im Jahr 2004, bleiben bei den Gunners die großen Erfolge aus. E. Stanley Kroenke will das ändern. Er ist schon seit mehr als 10 Jahren Anteilseigner des Vereins und seit August 2018 hat er die komplette Kontrolle. Der US-amerikanische Milliardär ist außerdem Besitzer von Profivereinen im Football, Eishockey, Basketball und Lacrosse. Im Fußball besitzt er neben Arsenal noch die Colorado Rapids, die in der Major League Soccer spielen.

Manchester United

Auf eine Menge Gegenwind stieß die Übernahme des momentan Umsatzstärksten Fußballklubs der Welt, im Jahr 2005. Der mittlerweile verstorbene amerikanische Milliardär, Malcolm Glazer, erwarb damals den Traditionsverein. Die Fans waren jedoch weniger von diesem Vorhaben überzeugt und gründeten in der Folge ihren eigenen Verein, FC United of Manchester, der momentan in der sechsthöchsten Liga aktiv ist. Malcolm Glazer übertrug den Verein, noch zu Lebzeiten, seinen 6 Kindern.

Erfahren Sie mehr über die Klubbesitzer aus Italien und Spanien in Teil 2 und Teil 3 des Ownership-Overview.

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Leeds United macht’s wie der BVB: Mit Amazon Prime-Doku auf den Spuren von Man City

Mit Leeds United erhält ein weiterer Kultclub aus England eine eigene Serie bei einem Streaming-Dienst. Die Behind-the-Scenes-Doku wandelt auf den Spuren von All or Nothing: Manchester City.

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Marcelo Bielsa statt Pep Guardiola, Russel Crowe statt Ben Kingsley. Amazons neue Fußballdoku-Miniserie Take Us Home: Leeds United erinnert an das Erfolgsformat All Or Nothing: Manchester City, aber auch an die Netflix-Serie Sunderland ’Til I Die. Während Amazon die Fußballfans ab August mit diversen Dokuserien versorgt, darunter auch über den BVB, hat die Story über Leeds einige filmreife Motive in petto. Sie hängen nicht zuletzt mit dem exzentrischen Trainer Marcelo Bielsa zusammen, den kein geringerer als Pep Guardiola vor zwei Jahren noch als besten Trainer der Welt bezeichnete.

Leeds Utd-Doku: Amazon stock das Fußballportfolio für Prime Video auf

Mit der neuen Dokuserie, wie gewohnt sechsteilig, möchte Amazon die Millionen von Fußballfans zu Prime Video locken. Wer noch kein Kunde ist, könnte es eventuell werden, wenn er diverse Dokumentationen im Bereich Fußball sehen möchte. Denn neben den Folgen zu Leeds United gibt es ab August die allgemein gehaltene Miniserie This Is Football sowie eine vierteilige Dokumentation über die vergangene Saison des BVB: Inside Borussia Dortmund.

Mit Take Us Home: Leeds United geht man ebenfalls den Weg, eine spezifische Saison bei einem Team in dem Mittelpunkt zu stellen und dabei möglichst viel Behind-the-Scenes-Material einzubauen. Das hatte bei All Or Nothing: Manchester City wunderbar funktioniert, da Peps Ansprachen oder Eindrücke vom Training berühmt wurden.

Man Citys Meistersaison hatte dazu noch das Happy End zu bieten, was dem BVB verwährt blieb und auch Leeds, die in den Play-Offs gegen Derby County verloren und damit nicht in die Premier League aufsteigen konnten.

Doch für die Leeds-Doku setzen Amazon und die Macher, City Talking und Eleven Studio, auf ähnliche Anreize wie bei All Or Nothing. So wird beispielsweise der wohl berühmteste Leeds-Fan überhaupt, Oscarpreisträger Russell Crowe, als Erzähler fungieren. Zusätzlich zu dem Material, das Fans sonst nicht zu sehen bekommen, ob aus Kabine oder vom Trainingsplatz, wird der Serie von vornherein eine besondere Dramatik zugeschrieben. Anfang der 2000er noch Helden in der Champions League, ist Leeds mit seinen zahlreichen treuen und passionierten Anhängern seit dem Abstieg 2004 nicht mehr erstklassig gewesen. Die letzte Meisterschaft gewann man mit dem legendären Eric Cantona 1992. Der Verein soll wieder zurück zu alter Stärke finden: Take Us Home ist der Titel der Serie, zugleich aber die vielstimmige Hoffnung der Leeds Supporter, die auch auf Marcelo Bielsas Schultern lastet.

Chris Bird, Prime Videos Head of Content für die EU, erklärt:

Take Us Home: Leeds United joins the great collection of live sports and behind-the-scenes docu-series on Prime Video. We saw that All Or Nothing: Manchester City was a hit not only with Man City fans, but also football fans across the UK and around the world, so we’re excited to give Prime members an exclusive behind-the-scenes look into a fascinating year in Leeds United’s history.

Faszinierend und filmreif war auch die Spygate-Affäre in der Championship, für die Bielsa verantwortlich war. Im Januar hatte einer seiner Mitarbeiter Derby County beim Training per Fernglas ausspioniert. Es kam vor allem medial zum Eklat. Als Derby County Leeds United dann im Mai endgültig aus den Play-Offs warf, zahlten es einige Spieler dem Trainer mit einer nachvollziehbaren und doch etwas ungebührlichen Reaktion heim.

Momente wie dieser, das spannende Rennen um den Aufstieg und die Geschichte von Leeds United werden in der Doku Raum finden.

Kehrt Leeds bald heim?

Die Premier League ist das große Ziel. Obwohl Leeds um Weihnachten herum die Championship in England anführte, konnte man am Ende nicht aufsteigen. Der Jackpot ging an Norwich City, Sheffield United und Aston Villa. Doch Bielsa, dessen Fußball hoch geschätzt wird, bleibt und wird ab August einen neuen Versuch starten. Leeds United feiert derweil 100-jähriges Clubbestehen; da hätte ein Aufstieg wunderbar ins Bild gepasst. Aber vielleicht klappt es ja 2020. Jedenfalls arbeitet man auch hinter den Kulissen am Erfolg. So wird beispielsweise TransUnion nun die Südtribüne sponsern, was eine große Summe in die Vereinskasse spülen dürfte. Auch für die Exklusivrechte, die Amazon für die Doku erhalten hat, sollte einiges an Geld geflossen sein. Man City erhielt dem Vernehmen nach 10 Millionen Pfund für All Or Nothing, der FC Liverpool soll sogar ein Offerte von Amazon ausgeschlagen haben, die bis zu 20 Millionen Pfund wert war.

Transfertechnisch hat man noch keine großen Ausgaben gehabt, Hélder Costa kommt per Leihe von den Wolves, Jack Clarke wird von Tottenham direkt wieder ausgeliehen, nachdem er für gut 11 Millionen Euro verkauft worden war. Andere namhafte Neuzugänge fehlen biser. Bielsa und sein Team sind die Stars.

Gerade für kleinere Clubs wie Leeds haben derlei Dokuserien Vorteile. Sie ermöglichen Einnahmen von Amazon oder Netflix, vermitteln aber auch die Werte des Clubs an ein Publikum, das überall auf der Welt zuhause ist und mehr über den Club erfahren kann. So ist es auch dem AFC Sunderland ergangen, nachdem man für Sunderland ’Til I Die bei Netflix vor der Kamera aufgetaucht war. Allerdings haben auch die Black Cats den Aufstieg verpasst, verloren das Play-Off-Finale gegen Charlton und werden mindestens noch eine Saison in der Drittklassigkeit verbringen. Da ist eine Netflix-Doku schnell vergessen. Ähnlich könnte es auch Leeds United ergehen, kann der Aufstieg 2020 wieder nicht eingetütet werden. Dann könnte auch Bielsa bald die Segel streichen. Doch Clubbesitzerin und Vorsitzende der Eleven Sports Group, Andrea Radrizzani, meint:

Last season, with Marcelo at the helm, we made huge strides in putting Leeds United back on the map and reconnecting the club with our local community and wider fanbase. We are delighted to be able to share a unique, behind the scenes perspective on the ups and downs, the emotion and the intimate moments that makes this club so special.

Vielleicht wird ja diese Saison die von Leeds United. Das hoffen die Fans, wie die Anhänger aller Vereine so etwas für ihr Team erhoffen. Den Werdegang von Leeds werden allerdings wohl deutlich mehr Menschen verfolgen, nachdem sie Take Us Home: Leeds United gesehen haben.

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Real Madrid’s New Women’s Side – They Just Bought Another Team

Real Madrid have been one of the last big clubs not to have a women’s team. Next season, though, they will have one in the first tier – after buying CD Tacón for 500k Euro.

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As the FIFA Women’s World Cup is reaching its climax in France, clubs around the globe are considering further investments in their respective female representatives on the pitch. Olympique Lyon, for instance, are a great example for a women’s team that is overshadowing their male peers, at least when it comes to trophies. Superstar Ada Hegerberg, famously not participating in the World Cup, has helped them win another Champions League lately. In Germany, more sponsors are mulling over whether to invest in the Women’s Bundesliga, whereas in Spain, the FC Barcelona women’s team have a reported budget of around four million Euro – way above average. Real Madrid have long been a world-famous club without a women’s side. But that has changeg with July 1st. Next season, their own female club side will turn out in Spain’s first tier, Liga Iberdrola. But how did they get there in an instance? By simply taking over a club that’s just been promoted, CD Tacón.

Real pay a mere 500k Euro to go straight to the first league

Los Blancos confirmed recently that they’d buy a women’s football team in order to be able to field one themselves from next season on. Therefore, a “merger through absorption of the women’s football club, Club Deportivo Tacón” has come into effect with the start of July. But rather than a real takeover, Real call it a “transitory collaboration”. During next season the club will play at Real Madrid City, their complex in Valdebebas. According to SportsPro Media, the deal is worth 500,000 Euro.

CD Tacón had only been founded in 2014 by a management company of former player Ana Rossell Granados. Apparently, she – as a Real Madrid membe – had always tried to make the club found a women’s team, unsucessfully, though. After fielding youth teams at first, the club took over from fellow women’s team CD Canillas in 2016 to start in the second division of Spain. Now they have made it to the first tier and the takeover by Real has been completed.

But it has been coming, since Rosell Granados always wanted a female Los Blancos side. And René Ramos, brother of Sergio, and no stranger to the famed club, either, might have a roly to play for the new collaborative women’s team, too. Rafael del Amo, who is president of the RFEF women’s soccer committee, said:

The Federation has had something to do, we thought it was very important that the best national teams have a female team, I always jokingly told my Real Madrid friends that they would not be great without a female team. I can say they are great.

With CD Tacón, Real are getting a team that had the second best social interaction numbers on Twitter for Spain’s female second division last season. Though social interactions might skyrocket now that this team is performing under the Real Madrid brand.

Women’s teams getting more attention as they beling to club brands

Real are not the only team to be quite late in creating a women’s side. Manchester United only re-launched a female first team last summer and subsequently had to start in the second division – which they eventually won.

Abbie McManus and Alex Greenwood of United are currently with England’s team at the World Cup, vying for a spot in the final. Their quarter final was watched by 7.6 million in the UK, a record-breaking audience for a women’s game.

The importance of the female football world is growing, albeit slowly. Yet, in Spain, the RFEF has promised 20 million Euro for female Spanish football for the next campaign.

20 million is not a lot, of course, but bit by bit the female football ecosystem is growing; and comercial partners will possibly see opportunities opening up.

In terms of differences to the men’s teams much has been made of pay gaps and the seemingly unfairly low amount of money the women are getting. But you have to take into account that last year’s men’s World Cup has made about 6 billion pounds in revenue, this year’s Women’s World Cup is expected to make 131 million, as Forbes report. Tatjana Haenni, formerly a representative for FIFA women’s soccer before stepping down in 2017, said to the Associated Press:

It’s really disappointing the gap between the men’s and women’s World Cups got bigger. It sends the wrong message.

She is only partly right. But maybe developments will change the reception of women’s football. And with more fans and followers, there will be more sponsors, more revenue and bigger salaries or bonuses some day.

And Real Madrid’s women’s team, actually CD Tacón in a new, more fancy and well-branded, world-famous dress, will help that development. For the sake of women’s football, but mainly for the sake of Real’s prestige, social media presence and ultimately revenue.

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Wie AI die digitale Kommunikation verändert – TeraVolt zeigt wie es geht

Die digitale Kommunikation wird immer wichtiger. Deshalb hat TeraVolt eine ausführliche Social-Media-Studie der europäischen Fußballvereine durchgeführt.

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Der Kampf um die Gunst der Zuschauer lässt sich heute nicht mehr ausschließlich auf dem Platz gewinnen. Immer mehr Vereine setzen daher auf eine professionelle digitale Kommunikation, welche überwiegend auf den Social-Media-Kanälen stattfindet. Um die Anzahl an bestehenden und potenziellen Fans zu erreichen, werden alle Möglichkeiten des direkten Kontakts, sowie der Einsatz von unterstützenden Technologien genutzt. Um den aktuellen Stand und mögliche ungenutzte Potenziale in der digitalen Kommunikation von Vereinen und Clubs aufzudecken, hat die TeraVolt GmbH, eine in Hamburg ansässige Agentur, eine quantitative Stichproben-Studie durchgeführt.

Dabei wurden Social-Media-Kanäle der Vereine aus den 5 europäischen Top-Ligen (Bundesliga, Premier League, Seria A, La Liga, Ligue 1) betrachtet und verglichen, um zu sehen, wie die Ligen im Vergleich abschneiden.

Ergebnisse der Studie

Die Grundlage der Kommunikation bildet der Content selbst. Am Beispiel Twitter zeigt sich, dass die Premier League Vereine mit durchschnittlich fast 20 Posts am Tag der größte Content-Produzent sind. Doch der Unterschied zur spanischen, italienischen und deutschen Liga ist gering. Auffällig wenig posten dagegen die Klubs aus Frankreichs Oberhaus. Natürlich ist die reine Masse kein Indikator für eine erfolgreiche digitale Kommunikation. Um das Angebot abwechslungsreich zu gestalten werden vermehrt Bilder, Videos oder Links zu Partnerseiten eingebunden. Bei der Einbindung von Videos werden doch deutliche Unterschiede zwischen den Ligen sichtbar. Speziell die Bundesliga hinkt hier mit einem Videoanteil von nur 10% der Posts stark hinterher. Bis auf die Serie A liegen die anderen Ligen bei Werten über 20% – also doppelt so viel.

Um den Content zum Fan zu bringen bespielen alle untersuchten Clubs mehrere Social-Media-Kanäle. Im direkten Vergleich zwischen den Ligen gibt es dabei kaum Abweichungen. Facebook, Twitter und Instagram werden ohne Ausnahme von allen Vereinen angeboten. Ähnlich sieht es bei YouTube aus. Die “kleineren” Plattformen wie Snapchat, Weibo, TikTok oder Dugout verteilen sich ungleichmäßig auf die Ligen. Die Premier League Clubs nutzen jedoch insgesamt die meisten Netzwerke.

Innerhalb der einzelnen Netzwerke ist die Distribution über mehrere Sprachen hinweg ein weiterer Multiplikator für die digitale Kommunikation. Mit Blick auf die Top 6 Vereine jeder Liga (gemessen an der Anzahl der Twitter Follower) wird der Vorsprung der Premier League sehr deutlich. Mit durchschnittlich 7,2 Sprachen distanziert die Premier League den Rest Europas deutlich. Lediglich die Top 6 aus Spanien kommen mit 5 Sprachen in die Nähe der Premier League. Alle anderen twittern in weniger als 4 Sprachen.

AI Lösungen vereinfachen die Arbeit

Die Ergebnisse der Studie zeigen aus Sicht von TeraVolt, dass viele Vereine ihr Potential in der digitalen Kommunikation bei weitem nicht ausschöpfen. Der Raum für Optimierung der Prozesse und Workflows ist riesig. Dabei helfen neue Technologien, wie beispielsweise AI, mit welcher Posts in mehrere verschiedene Sprachen komplett automatisiert übersetzt werden können. Das spart auf der einen Seite den redaktionellen Aufwand und schafft auf der anderen Seite einen riesigen Mehrwert durch eine schnelle Skalierung. So werden auf einfache Art und Weise Fans überall auf der Welt angesprochen.

Möglich ist dies zum Beispiel durch das Fan Engagement Tool “Jupiter”, das von TeraVolt entwickelt wurde. Diese White Label SaaS Lösung hilft Vereinen dabei, die Kommunikation zu jungen, digitalen Zielgruppen zu optimieren. Der Schwerpunkt von Jupiter liegt auf Video-Distribution, Video-Automatisierung, Video-Interaktion und der datengetriebenen Darstellung und Nutzung von Live-Statistiken.

Strategien kosten keine Unsummen

Insgesamt sind die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung nicht nur den reichen Top-Klubs vorbehalten. Auch Vereine mit einem kleineren Geldbeutel können gute Kommunikationsstrategien anwenden, wie ein Beispiel aus der Studie unter Beweis stellt. Bei der Anzahl der Twitter-Accounts in unterschiedlichen Sprachen führt zwar Manchester City, doch an zweiter Stelle folgt mit dem AS Rom ein vergleichsweise finanzschwacher Verein.

An diesem Case zeigt sich, dass eine innovative Strategie nicht allein von den finanziellen Mitteln abhängig ist. Die Prozesse und Workflows können kostengünstig optimiert werden und auch Klubs mit weniger Geld können mit innovativen Ideen und guten Konzepten viel erreichen. TeraVolt unterstützt seine Partner von der Erarbeitung bis zur Umsetzung solcher Konzepte.

In Zukunft wird die Kommunikation mit den Fans über soziale Netzwerke nicht an Wichtigkeit verlieren. Fußballvereine und -ligen treten immer mehr als Medienunternehmen auf und müssen beginnen ihr Auftreten zu professionalisieren. Durch die große Erfahrung aus dem Entertainment-Bereich hat TeraVolt die perfekten Voraussetzungen, um die Vereine dabei zu unterstützen.

TeraVolt hat sich auf die Digitalisierung des Fernsehens spezialisiert. Zu den zahlreichen Kunden zählen neben TV-Sendern wie ARD, ZDF oder ProSieben auch Plattformen wie Sky oder Unitymedia. Im Sportbereich liegt der Fokus des Unternehmens auf der digitalen Transformation von Ligen und Klubs, als Basis dafür dient das Produkt „Jupiter“. Der Einsatz von neuen Technologien (bspw. AI-Lösungen) innerhalb des Produkts ermöglicht es der Medienagentur, ihre Kunden in der Optimierung der Content Workflows und Prozesse bestmöglich zu unterstützen.

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Englische Finals auf europäischer Bühne – Gewinnt Geld im Fußball Spiele?

Eine englische Dominanz auf europäischer Ebene kann zumindest in dieser Saison nicht geleugnet werden. Nicht nur Gegner von 50+1 erfreut diese Entwicklung.

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Chelsea gegen Arsenal und Tottenham gegen Liverpool – klingt nach einem sehenswerten Premier League Spieltag, sind aber diese Saison die Finals der Europa League und der Champions League. Ist das nur ein Zufall oder ist in den letzten Jahren ein Muster zu erkennen? Zahlen sich nun die horrenden Investitionen der Premier League Klubs auf dem Transfermarkt aus? Und kann die Bundesliga in Zukunft noch mithalten, ohne die umstrittene 50 + 1 Regelung aufzuheben?

Die Europapokalwoche vom 07.05. – 09.05.2019 ging auf besondere Art und Weise in die Geschichtsbücher ein. Einerseits aufgrund der extrem spannenden und überraschenden Spielausgänge und andererseits, weil das erste Mal in der Geschichte des Europapokals vier Mannschaften aus einem Land die beiden Finals bestreiten werden.

Der FC Liverpool besiegte beim Wunder von Anfield den FC Barcelona mit einer überragenden Leistung 4-0. Die Tottenham Hotspur lagen in Amsterdam, nach einer 0-1 Hinspielniederlage, mit 2-0 zur Pause hinten und drehten das Spiel noch, indem Lucas Moura in der 95. Minuten den Siegtreffer erzielte. Und der FC Chelsea besiegte eine aufopferungsvoll kämpfende Eintracht aus Frankfurt erst im Elfmeterschießen. Außerdem zog der FC Arsenal souverän mit einem Gesamtergebnis von 7-3 gegen Valencia ins Finale der Europa League ein.

An Dramaturgie waren diese Spiele kaum zu toppen. Die englische Mannschaften zeigten letztendlich den größten Willen und die größte Nervenstärke. Doch auch schon in der letzten Saison waren Vorboten dieser englischen Dominanz zu erkennen. Im Achtelfinale der Champions League 2017/18 standen gleich fünf englische Mannschaften. Es kamen zwar “nur” zwei ins Viertelfinale und eine ins Finale, aber die Dominanz der diesjährigen Saison lies sich damals schon erahnen.

Die Europa League hingegen schien in den letzten Jahre bei den englischen Vereinen einen weniger hohen Stellenwert zu haben. Zwar gewann Manchester United diese in der Saison 16/17, doch im darauffolgenden Jahr war keine einzige englische Mannschaft im Viertelfinale vertreten. Häufig traten die Vereine in der Euro League mit den zweiten Garde an und konzentrierten sich verstärkt auf die nationalen Wettbewerbe.

Arsenal und Chelsea spielten dieses Jahr auch nicht immer mit ihren Topstars, aber sie haben trotzdem die nötige Ernsthaftigkeit an den Tag gelegt, um relativ souverän ins Finale einzuziehen. Aufgrund der Kaderstärke der beiden Vereine wären auch keine geringeren Erwartungen angebracht. Die aktuellen Marktwerte von 625 Mio. Euro (Arsenal) und 885 Mio. Euro (Chelsea) sind ein Vielfaches der Marktwerte ihrer jeweiligen Halbfinalgegner.

In der Champions League ist diese Diskrepanz nicht ganz so groß, aber vor allem in den ersten K.O. Runden ebenfalls vorhanden. Mannschaften wie Porto, Dortmund oder auch Ajax verfügen über einen wesentlich günstigeren Kader als beispielsweise Liverpool (950 Mio. Euro). Dementsprechend haben die Englischen Vereine gute Karten, in die entscheidenden Runden des Wettbewerbs vorzudringen. In der Regel treffen sie dann spätestens im Halbfinale auf ähnlich finanzstarke Vereine, weshalb ein Weiterkommen von vielen anderen Faktoren wie zum Beispiel dem Glück abhängt.

Es ist also ein eindeutiges Muster zu erkennen und es wird auch in Zukunft damit zu rechnen sein, dass die englischen Vereine aufgrund ihrer guten finanziellen Mittel auf europäischer Bühne Erfolge feiern. Doch muss deshalb keinesfalls befürchtet werden, dass englische Finals im Europapokal zur Regel werden. Wie in dieser Saison zu erkennen war, bedarf es immer auch einer gewissen Portion Glück, um in ein Finale einzuziehen. Wären nur Kleinigkeiten anders gelaufen, hießen die Finals in ein paar Wochen: Ajax gegen Barca und Frankfurt gegen Arsenal.

Also hätte es sogar eine deutsche Mannschaft in ein Finale geschafft. Kann das Abschneiden der Eintracht in diesem Jahr demnach als Argument für die Beibehaltung der 50 + 1 Regelung herhalten? Eher nicht.

Die SGE spielte zwar eine unglaubliche Europa League Saison und hätte auch den Einzug ins Finale verdient gehabt, aber sie stellt damit auch die absolute Ausnahme im deutschen Fußball dar. In der Euro League kam Leverkusen als zweitbester deutscher Vertreter nicht über die Runde der letzten 32 hinaus und in der Champions League scheiterten Bayern, Dortmund und Schalke allesamt mehr oder weniger chancenlos gegen englische Vereine im Achtelfinale.

Die finanziellen Mittel der deutschen Vereine sind vergleichsweise beschränkt und das wurde in diesen Spielen mehr als deutlich. Sogar der deutsche Branchenprimus aus München konnte Klopps Liverpoolern nur 90 Minuten standhalten. Im Rückspiel in der Allianz Arena gewannen die Reds deutlich mit 3-1. Dieses Abschneiden ist Wasser auf die Mühlen der Gegner der 50 + 1 Regelung. Sie behaupten, die deutschen Vereine können die europäische Konkurrenzfähigkeit ohne unabhängige Investoren nicht wiederherstellen. In 50 + 1: Veraltete Fußballromantik oder zukunftsfähiges Modell? haben wir das Für und Wider dieser zukunftsweisenden Diskussion bereits ausführlich dargestellt.

Neben den Befürwortern einer Neuregelung im deutschen Fußball haben auch die Befürworter einer Super League durch die europäischen Halbfinals Rückenwind bekommen. Gerade die Spiele in der Champions League waren vor fußballerischer Klasse und Spannung kaum zu übertreffen. Sie waren Werbung für den Fußball, aber eben auch in gewisser Weise Werbung für die Super League.

Wenn die Möglichkeit bestünde, jedes Wochenende Spiele mit einem Unterhaltungswert der Halbfinals zu bestaunen, wäre wahrscheinlich kein Fußballfan abgeneigt. Doch kann gleichzeitig niemand sicher vorhersagen, dass die Spiele in einer Super League immer von einer solchen Qualität wären.

Aufgrund der Wettbewerbsform der Champions League, im K.O. System mit Hin- und Rückspiel, ist eine ganz besondere Spannung geboten und es sind für die Mannschaften die wichtigsten Spiele der Saison. Die Sportler arbeiten die ganze Saison auf diese Momente hin und liefern genau dann ihre besten Leistungen. In einer Super League wären diese Spiele an der Tagesordnung und der besondere Flair der Champions League nicht mehr vorhanden.

So kann man zwar anführen, dass auch heute die Topspiele in den Ligen, wie zum Beispiel das 4-3 von Liverpool über Manchester City in der letzten Saison, die absoluten Highlights sind. Aber es gibt eben auch die Gegenbeispiele wie das 0-0 zwischen den beiden Mannschaften in der Hinrunde oder das 1-1 vor ein paar Wochen zwischen Manchester United und Chelsea.

Die Vorstellung einer Liga, in der regelmäßig Spiele wie im diesjährigen Champions League Halbfinale geboten werden, ist also durchaus reizvoll, aber ihre Realisierbarkeit ist fraglich. Denn wo Topspiel draufsteht steckt nicht zwangsläufig auch ein Topspiel drin.

Damit deutsche Vereine in den europäischen Wettbewerben wieder um Titel mitspielen können, muss sich defintiv etwas ändern. Doch eine ausschließlich englische Dominanz ist trotzdem nicht zu erwarten, da Vereine wie Bayern, Juventus, Paris oder Real in Zukunft auch noch ein Wörtchen mitzureden haben.

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