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Wie AI die digitale Kommunikation verändert – TeraVolt zeigt wie es geht

Die digitale Kommunikation wird immer wichtiger. Deshalb hat TeraVolt eine ausführliche Social-Media-Studie der europäischen Fußballvereine durchgeführt.

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Der Kampf um die Gunst der Zuschauer lässt sich heute nicht mehr ausschließlich auf dem Platz gewinnen. Immer mehr Vereine setzen daher auf eine professionelle digitale Kommunikation, welche überwiegend auf den Social-Media-Kanälen stattfindet. Um die Anzahl an bestehenden und potenziellen Fans zu erreichen, werden alle Möglichkeiten des direkten Kontakts, sowie der Einsatz von unterstützenden Technologien genutzt. Um den aktuellen Stand und mögliche ungenutzte Potenziale in der digitalen Kommunikation von Vereinen und Clubs aufzudecken, hat die TeraVolt GmbH, eine in Hamburg ansässige Agentur, eine quantitative Stichproben-Studie durchgeführt.

Dabei wurden Social-Media-Kanäle der Vereine aus den 5 europäischen Top-Ligen (Bundesliga, Premier League, Seria A, La Liga, Ligue 1) betrachtet und verglichen, um zu sehen, wie die Ligen im Vergleich abschneiden.

Ergebnisse der Studie

Die Grundlage der Kommunikation bildet der Content selbst. Am Beispiel Twitter zeigt sich, dass die Premier League Vereine mit durchschnittlich fast 20 Posts am Tag der größte Content-Produzent sind. Doch der Unterschied zur spanischen, italienischen und deutschen Liga ist gering. Auffällig wenig posten dagegen die Klubs aus Frankreichs Oberhaus. Natürlich ist die reine Masse kein Indikator für eine erfolgreiche digitale Kommunikation. Um das Angebot abwechslungsreich zu gestalten werden vermehrt Bilder, Videos oder Links zu Partnerseiten eingebunden. Bei der Einbindung von Videos werden doch deutliche Unterschiede zwischen den Ligen sichtbar. Speziell die Bundesliga hinkt hier mit einem Videoanteil von nur 10% der Posts stark hinterher. Bis auf die Serie A liegen die anderen Ligen bei Werten über 20% – also doppelt so viel.

Um den Content zum Fan zu bringen bespielen alle untersuchten Clubs mehrere Social-Media-Kanäle. Im direkten Vergleich zwischen den Ligen gibt es dabei kaum Abweichungen. Facebook, Twitter und Instagram werden ohne Ausnahme von allen Vereinen angeboten. Ähnlich sieht es bei YouTube aus. Die „kleineren“ Plattformen wie Snapchat, Weibo, TikTok oder Dugout verteilen sich ungleichmäßig auf die Ligen. Die Premier League Clubs nutzen jedoch insgesamt die meisten Netzwerke.

Innerhalb der einzelnen Netzwerke ist die Distribution über mehrere Sprachen hinweg ein weiterer Multiplikator für die digitale Kommunikation. Mit Blick auf die Top 6 Vereine jeder Liga (gemessen an der Anzahl der Twitter Follower) wird der Vorsprung der Premier League sehr deutlich. Mit durchschnittlich 7,2 Sprachen distanziert die Premier League den Rest Europas deutlich. Lediglich die Top 6 aus Spanien kommen mit 5 Sprachen in die Nähe der Premier League. Alle anderen twittern in weniger als 4 Sprachen.

AI Lösungen vereinfachen die Arbeit

Die Ergebnisse der Studie zeigen aus Sicht von TeraVolt, dass viele Vereine ihr Potential in der digitalen Kommunikation bei weitem nicht ausschöpfen. Der Raum für Optimierung der Prozesse und Workflows ist riesig. Dabei helfen neue Technologien, wie beispielsweise AI, mit welcher Posts in mehrere verschiedene Sprachen komplett automatisiert übersetzt werden können. Das spart auf der einen Seite den redaktionellen Aufwand und schafft auf der anderen Seite einen riesigen Mehrwert durch eine schnelle Skalierung. So werden auf einfache Art und Weise Fans überall auf der Welt angesprochen.

Möglich ist dies zum Beispiel durch das Fan Engagement Tool „Jupiter“, das von TeraVolt entwickelt wurde. Diese White Label SaaS Lösung hilft Vereinen dabei, die Kommunikation zu jungen, digitalen Zielgruppen zu optimieren. Der Schwerpunkt von Jupiter liegt auf Video-Distribution, Video-Automatisierung, Video-Interaktion und der datengetriebenen Darstellung und Nutzung von Live-Statistiken.

Strategien kosten keine Unsummen

Insgesamt sind die neuen Möglichkeiten der Digitalisierung nicht nur den reichen Top-Klubs vorbehalten. Auch Vereine mit einem kleineren Geldbeutel können gute Kommunikationsstrategien anwenden, wie ein Beispiel aus der Studie unter Beweis stellt. Bei der Anzahl der Twitter-Accounts in unterschiedlichen Sprachen führt zwar Manchester City, doch an zweiter Stelle folgt mit dem AS Rom ein vergleichsweise finanzschwacher Verein.

An diesem Case zeigt sich, dass eine innovative Strategie nicht allein von den finanziellen Mitteln abhängig ist. Die Prozesse und Workflows können kostengünstig optimiert werden und auch Klubs mit weniger Geld können mit innovativen Ideen und guten Konzepten viel erreichen. TeraVolt unterstützt seine Partner von der Erarbeitung bis zur Umsetzung solcher Konzepte.

In Zukunft wird die Kommunikation mit den Fans über soziale Netzwerke nicht an Wichtigkeit verlieren. Fußballvereine und -ligen treten immer mehr als Medienunternehmen auf und müssen beginnen ihr Auftreten zu professionalisieren. Durch die große Erfahrung aus dem Entertainment-Bereich hat TeraVolt die perfekten Voraussetzungen, um die Vereine dabei zu unterstützen.

TeraVolt hat sich auf die Digitalisierung des Fernsehens spezialisiert. Zu den zahlreichen Kunden zählen neben TV-Sendern wie ARD, ZDF oder ProSieben auch Plattformen wie Sky oder Unitymedia. Im Sportbereich liegt der Fokus des Unternehmens auf der digitalen Transformation von Ligen und Klubs, als Basis dafür dient das Produkt „Jupiter“. Der Einsatz von neuen Technologien (bspw. AI-Lösungen) innerhalb des Produkts ermöglicht es der Medienagentur, ihre Kunden in der Optimierung der Content Workflows und Prozesse bestmöglich zu unterstützen.

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Rassismus existiert, auch im Fußball!

Der Fußball hat regelmäßig mit Rassismusproblemen zu kämpfen, obwohl die Sportart von sich selbst behauptet, für Vielfalt zu stehen. Wo liegt das Problem?

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Die FIFA, die UEFA, der DFB, eigentlich jeder Fußballverband auf der Welt wird nicht müde zu erwähnen, dass Fußball für Vielfalt steht. Es gibt unzählige PR-Kampagnen, die gegen Rassismus und für Toleranz im Fußball werben. Doch so gut und wichtig diese Kampagnen auch sind, scheinen die Verbände nicht wahrhaben zu wollen, wie groß das Problem tatsächlich ist. Rassistische, homophobe oder sexistische Gesänge sind im Fußball allgegenwärtig und die Sanktionen der Verbände sorgen nicht für Änderung.

Die Schmach von Sofia

Das EM-Qualifikationsspiel zwischen Bulgarien und England beispielsweise stand kurz vor dem Abbruch. Der Schiedsrichter entschied jedoch, das Spiel zu Ende zu bringen. Auch die Engländer gingen diesen Weg mit, obwohl sie vorher angekündigt hatten, bei rassistischen Äußerungen von sich aus das Spielfeld zu verlassen. Hätten die Three Lions dies aber durchgezogen, wäre mit Punktverlust zu rechnen gewesen. England spielte also zu Ende, gewann mit 6-0 und nahm drei wichtige Punkte mit nach Hause.

Doch das ist genau das falsche Signal. Nicht von den Engländern, sondern von der UEFA. Eine Mannschaft, die sich klar gegen Rassismus ausspricht und derartige Äußerung nicht hinnehmen möchte, muss damit rechnen, sportlich bestraft zu werden. Die UEFA pocht darauf, selbst Strafen auszusprechen und nur die Schiedsrichter dürfen über Spielabbrüche entscheiden. Doch die Maßnahmen der UEFA schaffen es schlichtweg nicht, die 0%-Toleranz gegenüber Rassismus durchzusetzen.

Klare Regeln der UEFA

Beim 37. ordentlichen UEFA Kongress im Jahr 2013 wurde eine Anti-Rassismus-Resolution verfasst. In dieser hält die UEFA klar fest, „dass der Rassismus und alle anderen Formen von Diskriminierung ein für alle Mal aus dem Fußball verbannt werden müssen.“ Diese Worte sind mehr als sechs Jahre alt, aber Verbesserungen nicht zu spüren. In der Resolution sind nicht nur die Ziele der UEFA festgehalten, sondern auch das Vorgehen bei Verstößen.

Schiedsrichter sollten ein Spiel bei rassistischen Vorfällen unterbrechen, vorübergehend aussetzen oder auch ganz abbrechen. Die dreistufigen Richtlinien der UEFA sehen vor, dass ein Spiel zunächst unterbrochen und per Durchsage eine Warnung ausgesprochen wird. Im nächsten Schritt wird das Spiel vorübergehend ausgesetzt. Letztendlich wird das Spiel – nach Absprache mit den Sicherheitsverantwortlichen – abgebrochen, wenn das rassistische Verhalten anhält. In einem solchen Fall wird das Spiel als Niederlage für die verantwortliche Mannschaft gewertet.

UEFA Anti-Rassismus-Resolution

Spielunterbrechungen sind zwar hin und wieder zu beobachten, doch zu einem Spielabbruch wegen Rassismus ist es bisher nicht gekommen. Nun ist dies zwar auch im Sinne der Spieler, da diese die Spiele unbedingt beenden möchten, nichtsdestotrotz sendet es ein falsches Zeichen aus. Die ausgegebene Null-Toleranz-Politik gegenüber Rassismus ist in ihrer Umsetzung eher eine 20%-Toleranz-Politik. Dazu kommt, dass teilweise die verantwortlichen Nationalverbände Spielabbrüche kritisieren. Der Französische Verbandspräsident Noël Le Graët sagte nach einigen Spielabbrüchen zu Beginn der Saison:

Wir werden dafür sorgen, dass es keine Banner mehr in den Stadien gibt. Aber Spiele unterbrechen – nein.

Noël Le Graët

Derartige Äußerungen von einem führenden Fußballfunktionär sind nicht hinnehmbar. Auch Frankreichs Präsident Emanuel Macron spricht sich klar dafür aus, die Bekämpfung von Rassismus und Homophobie in den Stadien zu verstärken, doch Noël Le Graët ist weiterhin Chef des FFF und die Spielunterbrechungen haben abgenommen. Es scheint also in den Köpfen der Funktionäre der Irrglaube zu existieren, dass Rassismus, Homophobie und Sexismus nicht gänzlich aus den Stadien verdrängt werden könnte. Die betroffenen Fans sind zu großen Teilen der Meinung ihre Gesänge wären total normal, denn sie gehören einfach dazu.

Rassistisches Verhalten von Fans eines Vereins oder einer Nationalmannschaft ist (bei einem Erstvergehen) mit einer teilweisen Platzsperre zu ahnden, bei welcher der Teil der Tribüne, in dem der rassistische Vorfall stattfand, geschlossen bleibt. Bei einer weiteren Verfehlung sind eine vollständige Platzsperre sowie eine Geldstrafe zu verhängen. Zudem sollte Fans, die rassistischen Verhaltens für schuldig befunden wurden, der weitere Besuch von Spielen von staatlicher Seite verboten werden.

UEFA Anti-Rassismus-Resolution

Würden diese Maßnahmen der UEFA Konsequent umgesetzt, wären Spielabbrüche auch gar kein Thema. Denn bei Spielen ohne Zuschauer sind rassistische Vorfälle unwahrscheinlich. Dies ist ein harter Schritt, der auch den beteiligten Mannschaften nicht gefällt, aber es ist die einzige wirksame Maßnahme. Wer rassistisch auffällt, darf nicht mehr kommen. Gruppenbestrafungen sind zwar kein sonderlich pädagogisches Mittel, doch so könnte ein Umdenken in der Fanszene bewirkt werden. Wenn dieser eine Fanclub immer wieder dafür verantwortlich ist, dass man die Heimspiele seines Lieblingsvereins nicht besuchen darf, wird die Zuneigung gegenüber diesem Fanclub nicht gerade groß ausfallen.

Bulgarische Fans gegen England

Die sogenannten „Fans“ müssen also spüren, dass ihr Verhalten nicht akzeptiert wird und die richtigen Fans dürfen dieses Verhalten ebenfalls nicht länger akzeptieren. Die nächste Möglichkeit konsequent durchzugreifen hat die UEFA im Fall Bulgarien. Dort gab es bereits personelle Konsequenzen, denn der Chef des Bulgarischen Fußballverbandes ist zurückgetreten. Doch das allein wird nicht ausreichen, um den Rassismus aus den Stadien zu verbannen.

Im Geiste des Friedens?

Aktuell besteht neben den Rassismusvorfällen noch ein weiteres Problem, dem sich die UEFA stellen muss. Wie ist mit der türkischen Nationalmannschaft und ihren Solidaritätsbekundigungen gegenüber der türkischen Militäroffensive in Syrien umzugehen? In der Resolution von 2013 gibt es auch dazu klare Worte.

Gemäß ihren Statuten gehört es zu den vorrangigen Zielsetzungen der UEFA, den Fußball in Europa im Geiste des Friedens, der Verständigung und des Fair Plays ohne jegliche Diskriminierung zu fördern.

UEFA Anti-Rassismus-Resolution

Die Militäroffensive des Türkischen Präsident Erdoğan steht definitiv nicht im Geiste des Friedens. Hinzu kommt, dass den sportlichen Akteuren politische Botschaften auf dem Spielfeld untersagt sind. Die türkischen Spieler haben gegen Albanien und Frankreich geschlossen nach ihren Toren salutiert und diese Geste nach den Spielen noch wiederholt. Dies ist ein eindeutiges politisches Statement in die komplett falsche Richtung. Wenn die UEFA 2013 nicht nur Lippenbekenntnisse gegeben hat und ihre Worte ernst meint, muss jetzt eine Bestrafung folgen. Der FC St. Pauli hat beispielsweise hart durchgegriffen und seinen Spieler Cenk Sahin nach einem Instagram Post, in dem er sich mit der Militäroffensive solidarisiert, freigestellt.

Es ist nicht einfach als Sportverband der beliebtesten Sportart der Welt, klare Werte bei den Fußballbegeisterten durchzusetzen. In den unterschiedlichen Ländern gibt es verschiedenste Kulturen und politische Gesinnungen. Doch die UEFA hat sich richtigerweise der Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung verschrieben und muss auch dementsprechend handeln. Das gilt auch für die FIFA und alle anderen Fußballverbände. Wer von sich behauptet für Vielfalt zu stehen, darf Rassismus, Homophopbie, Sexismus oder Kriegsunterstützung zu 0% Tolerieren.

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Against The Odds – E-Sport Doku für jedermann

Ist E-Sport richtiger Sport? Wenn man die neue Red Bull Dokumentation „Against The Odds“ gesehen hat, dann weiß man, wie die Antwort lautet.

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Dota 2 ist, mit Peaks von mehr als einer Millionen Spielern zur gleichen Zeit, eines der beliebtesten Videospiele der Welt. Das free-to-play MOBA-Game von Valve ist auch ein dementsprechender Hit in der E-Sport-Szene. Mit einem Preisgeld von 34,2 Millionen Dollar bricht das größte Turnier „The International 2019“ alle Rekorde. Dieser jährlich stattfindende Wettbewerb ist vergleichbar mit der WM im Fußball und für jeden Dota 2 Spieler das wichtigste Turnier überhaupt.

Red Bull erzählt eine spannende Geschichte

Red Bull ist schon seit Jahren als Sponsor im E-Sport aktiv. Der Energydrinkhersteller hat früh die Zeichen der Zeit erkannt und profitiert nun davon, dass E-Sport immer mehr im Mainstream ankommt. Trotzdem gibt es immer noch unzählige Menschen, die keinen Bezug zu dieser neuen Art des Sports finden. Deshalb hat Red Bull sich etwas überlegt, um das, für Außenstehende so schwierig zu greifende, Phänomen Dota 2 dem Otto-Normal-Verbraucher zu präsentieren. In der Dokumentation „Against The Odds“ erzählt Red Bull eine packende Geschichte, die so nur der Sport schreiben kann.

„Against The Odds“ handelt von dem Dota 2 Team, OG, und von den beiden Freunden, Johan Sundstein und Tal Aizik. Die beiden, aus Dänemark und Israel stammenden, jungen Männer sind besser bekannt unter ihren Gamernamen, „N0tail“ und „Fly“. Sie haben sich vor vielen Jahren über Dota 2 kennengelernt und begonnen gemeinsam zu spielen. Ihr großes Ziel war es, einmal das wichtigste Turnier „The International“ zu gewinnen. Doch dieser Traum stellte die beiden vor viele Zerreißproben.

Freunde statt Kollegen

Im professionellen Bereich sind Dota-Teams, die aus fünf Spielern und einem Trainer bestehen, vergleichbar mit Profimannschaften in anderen Sportarten. Die Spieler wechseln regelmäßig das Team und die Teams sind immer auf der Suche nach den besten Spielern. Doch N0tail und Fly wollten einen anderen Weg gehen. Sie wollten beweisen, dass Teamwork, Vertrauen und Freundschaft ebenso zum Erfolg führen können. Deshalb gründeten sie 2015 das neue Team, OG, und bestückten es mit passenden Spielern. In diesem neuen Team sollte es nun endlich gelingen, den renommierten Titel zu gewinnen.

Doch der große Erfolg blieb nach wie vor aus. Das Team konnte zwar auf kleineren Turnieren Siege erringen, die sein großes Potenzial bewiesen, aber unter dem Druck, unbedingt gewinnen zu wollen, versagten sie beim International ein ums andere Mal. Diese frustrierenden Niederlagen hinterließen Spuren bei den Teammitgliedern und die Stimmung im Team verschlechterte sich, was schließlich dazu führte, dass Teamkapitän, Fly und zwei weitere Spieler, OG im Jahr 2018 überraschend verließen.

Der Neustart

Das Team war am Ende. Der Kapitän hatte das sinkende Schiff verlassen und OG schien verloren. Doch N0tail und seine verbliebenen Mitstreiter wollten nicht so schnell aufgeben. Bis zum International 2018 war zwar nicht mehr viel Zeit, aber sie waren entschlossen bis dahin ein konkurrenzfähiges Team auf die Beine zu stellen. Jedoch fehlten dafür noch drei Spieler und so kurz vor dem Turnier waren alle guten Spieler bereits vergeben. Sie mussten sich etwas überlegen.

Der eigentliche Trainer, der Franzose Sébastien Debs (7ckingMad), wurde zum Spieler. Er hatte zwar noch nie auf diesem Niveau gespielt, aber N0taile vertraute auf seine Fähigkeiten. Außerdem holten sie ihren ehemaligen Kollegen, Anathan Pham (ana), zurück aus Australien vor den Monitor. Nun war noch ein Platz frei und dieser wurde besetzt mit dem Finnen, Topias Taavitsainen (Topson). Der junge, unscheinbare Skandinavier hatte keine professionelle Erfahrung. Es war ein absoluter Schuss ins Blaue.

Das neue OG-Team

The International 2018

Nun stand also das Team und einen Trainer hatten sie auch gefunden. Das Problem war: OG bekam keinen Platz beim International 2018 und musste sich über die offene Qualifikation ins Turnier kämpfen. Dies bedeutete unzählige Spiele, gegen Teams aus aller Herren Länder und eine Niederlage würde das Aus bedeuten. Doch OG schaffte es sich zu qualifizieren und kam unter die Top 16, welche ihre Spiele auf der großen Bühne, vor Millionen von Zuschauern austragen. Dort kam es, wie es kommen musste. Im Viertelfinale traf OG auf das neue Team von Fly, dem ehemaligen besten Freund und Teamkameraden von N0tail.

Die Evil Geniuses (Team von Fly) waren in diesem Spiel favorisiert, doch OG schaffte es mit 2-1 im Best of 3 ins Halbfinale einzuziehen. Für N0tail war dies schon eine riesige Genugtuung, aber noch nicht das Ende der Reise. Denn im Halbfinale wartete der nächste Hochkaräter. Das Team PSG.LGD, aus China, wird von PSG gesponsert und galt als Favorit auf den Turniersieg. Doch auch in diesen Spielen wuchsen die Underdogs über sich hinaus und zogen abermals mit 2-1 in die nächste Runde ein, das Finale.

Dort wartete, aufgrund des Turniersystems, erneut das Team aus China auf OG. Es wurde im Best of 5 gespielt und die Chinesen waren auch hier wieder favorisiert. Nach drei Spielen führte PSG.LGD mit 2-1 und der nächste Sieg hätte den Titel bedeutet. OG musste das vierte Spiel also gewinnen, um den Traum am Leben zu halten. Es war ein atemberaubendes Spiel, dass OG knapp für sich entscheiden konnte und es kam zum alles entscheidenden fünften Match. OG, das spontan zusammengewürfelte Team von Dota-Verrückten gegen die Elitetruppe aus China, die funktioniert, wie eine Maschine. Ein Finale, das kein Drehbuchautor sich besser hätte ausdenken können.

Der Spaß am Spiel gewinnt

So hoch der Druck auch war, OG wollte in diesem Spiel vor allem eins: Spaß haben. Die Taktik war nicht mehr so wichtig. Jeder sollte mit dem Charakter spielen, mit dem er sich am wohlsten fühlt und sie wollten dieses einzigartige Spiel einfach so sehr wie möglich genießen. Ob dieser Spaß am Spiel am Ende entscheidend war, ist schwierig zu sagen, aber OG schaffte es erneut, den Favoriten aus Fernost zu besiegen und sicherte sich den Titel. Endlich hatten sie es geschafft – sie haben das wichtigste Dota 2 Turnier gewonnen und niemand hatte damit gerechnet.

Es ist eine Märchengeschichte und Red Bull hat diese Geschichte begleitet. Mit tollen Insights und Interviews schafft die Doku eine unfassbar dichte Atmosphäre und jeder, der sich für Sport interessiert, fiebert mit N0tail und seinen Teammates mit. So schafft es Red Bull Dota 2 für noch mehr Menschen interessant zu machen. „Against The Odds“ ist keine Nerd-Dokumentation, für die man 1000 Stunden Dota 2 gespielt haben muss, um sie zu verstehen. Es geht viel mehr um Menschen und Emotionen, als um das Spiel selbst. Denn auch, wenn nicht jeder E-Sport als echte Sportart anerkennen möchte, schafft E-Sport das, was Sport am besten kann: Menschen in seinen Bann ziehen. Sogar Menschen, die das Spiel gar nicht verstehen.

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Never stop chasing your dreams 🌻 #GooG

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N0tail nach dem Gewinn des International 2019

Am 09.09.2019 erschien „Against The Odds“ auf YouTube und hat mittlerweile mehr als 1,5 Millionen Views. Die Veröffentlichung war ca. zwei Wochen vor dem International 2019. In dieses Turnier ging OG mit einem unveränderten Team und das Märchen wurde fortgeführt. Als erstes Team in der Geschichte des Turniers schaffte es OG, am 25. August 2019, den Titel zu verteidigen.

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Tiefgreifende Krise oder kurze Schwächephase – Wie sieht die Zukunft des deutschen Fußballs aus?

Steckt der deutsche Fußball in einer Krise oder wird der kurzfristig ausbleibende Erfolg zu sehr überhöht? Der DFB sucht neue Wege nach oben.

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Das Ausscheiden in der Gruppenphase bei der WM 2018 in Russland war ein historisch schlechtes Ergebnis. Nun, mehr als ein Jahr später, verliert die deutsche Nationalmannschaft ihr EM-Qualifikationsspiel zuhause gegen die Niederlande verdient mit 2-4 und kommt gegen allenfalls mittelmäßig besetzte Argentinier nicht über ein 2-2 hinaus. Der deutsche Fußball gehört momentan nicht zur Weltspitze. Doch wie tiefgreifend ist dieses Problem wirklich und was tun der DFB und die Vereine, um bald wieder ganz oben zu stehen?

Kompetenzzentrum DFB-Akademie

Der DFB stellt sich neu auf, zwar nicht personell, aber zumindest infrastrukturell. Nach den vergangenen Leistungen ist auch den letzten Optimisten klar geworden, dass Deutschland anderen Nationen in zu vielem hinterherhinkt. Deshalb baut der DFB nun ein neues, modernes Zentrum der Innovation – die DFB-Akademie. (Mehr zur Akademie hier.)

Die neue Akademie soll der Ort sein, an dem alle Fäden zusammenlaufen und an dem das Wissen des deutschen Fußballs seine gebündelte Kraft entfaltet. Nach dem Vorbild anderer Länder entworfen, sollen an diesem Ort sowohl die Trainer- als auch die Spielerausbildung stattfinden. Das wichtigste Grundprinzip soll darin bestehen, über den Tellerrand hinauszuschauen. Denn dem deutschen Fußball fehlt laut den Verantwortlichen vor allem eins: Die sogenannten „Unterschiedspieler“.

Für Christian Streich liegt das Problem bereits in der kindlichen Ausbildung begründet. Er ist der Meinung, dass Kinder in Spielformen mit wesentlich längeren und häufigeren Ballbesitzzeiten entwickelt werden müssten. Denn aufgrund eben dieser Prinzipien entstünden beispielsweise in Belgien reihenweise Ausnahmefußballer, à la Kevin de Bruyne.

Schlechte Ergebnisse sind nicht gleich Krise

Doch wie groß sind die Probleme des deutschen Fußballs wirklich? Ein Blick auf die bisherigen Weltmeister des 21. Jahrhunderts zeigt, dass ein Ausscheiden in der Gruppenphase der nächsten WM keine Ausnahme ist, sondern die Regel. Genauso ist das Ausscheiden der beiden deutschen Hoffnungen in der Champions League bereits im Achtelfinale keinesfalls alljährlich. Seit dem deutschen Finale 2013 hat der FC Bayern in vier von sechs Saisons das Champions League Halbfinale erreicht und ist in den beiden anderen jeweils gegen den späteren Sieger ausgeschieden.

Außerdem gehört auch zur Wahrheit dazu, dass die DFB-Elf das Hinspiel in der EM-Qualifikation gegen die Niederlande gewinnen konnte. Also scheint diese verjüngte Mannschaft sich auch auf internationaler Ebene nicht verstecken zu müssen. Jürgen Klopp ist da ähnlicher Meinung. Er sieht in der Nationalmannschaft momentan nahezu jede Position mit absoluten Top-Spielern besetzt und hält auch die Wichtigkeit der finanziellen Mittel von Vereinen für überbewertet.

Auch BVB Boss Hans-Joachim Watzke stimmt in diesen Tenor mit ein und gibt zwar zu, dass die Wahrscheinlichkeit einen Titel zu gewinnen, mit höheren finanziellen Mitteln steigt. Aber gleichzeitig sei es am wichtigsten gute Arbeit zu leisten. Die richtigen Leuten sind laut Jürgen Klopp entscheidender, als die finanziellen Möglichkeiten eines Vereins.

Die richtigen Leute, am richtigen Ort und alles funktioniert. Die falschen Leuten, am richtigen Ort und beide Systeme (mit und ohne 50+1 anm. der Red.) sind problematisch.

Jürgen Klopp

Spannende ZDF Doku

In der ZDF Dokumentation „Wo steht der deutsche Fußball im Jahr 2019?“ analysiert Béla Rethy ausführlich die momentane Situation. Er führt Interviews mit interessanten Gesprächspartnern und geht der Frage auf den Grund, ob der deutsche Fußball momentan in einer Krise steckt. Abschließend sind sich alle Beteiligten einig, dass die Probleme nicht überinterpretiert werden sollten, aber Deutschland nichtsdestotrotz in einigen Bereichen Nachholbedarf hat. Mit der DFB-Akademie werden erste Maßnahmen ergriffen, um Fußballdeutschland zu reformieren, aber das allein reicht noch nicht aus, um wieder zur absoluten Weltspitze zu gehören.

Es wird auch in Zukunft darauf ankommen, die Augen offen zu halten und sich nicht vor Neuerungen zu verschließen. Denn selbst die beste Akademie führt nicht zum Erfolg, wenn dort so weiter gearbeitet wird wie zuvor. Der deutsche Fußball hat sich zu lange auf seinen Lorbeeren ausgeruht und wurde von anderen Nationen überholt. Doch diese Nationen sind keineswegs uneinholbar enteilt und der DFB hat längst mit der Aufholjagd begonnen.

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Leichtathletik Desaster in Doha – ein Vorgeschmack auf die Fußball WM?

Bei der Leichtathletik WM in Doha gibt es ohne Ende Probleme. Die Hitze, die fehlende Stimmung und und und… Wird das bei der Fußball WM 2022 genauso?

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Als Armand Duplantis gegen 22 Uhr Ortszeit die 5,97 Meter überspringt, hätte eigentlich frenetischer Jubel aufbranden müssen. Der 19-jährige Schwede bringt alles mit, was ein angehender Leichathletikstar benötigt. Er liebt es mit dem Publikum zu spielen – seine Gesichtsausdrücke nach gelungenen Sprüngen zaubern allen Zuschauern ein Lächeln ins Gesicht. Doch an diesem Abend jubelt nur eine kleine Menge mitgereister schwedischer Fans und sein Trainerteam, bestehend aus Mama und Papa. Denn das Stadion in Doha ist einmal mehr (fast) leer.

Duplantis gewinnt am Ende Silber hinter dem US-Amerikaner Sam Kendricks und vor dem Polen Piotr Lisek. Und all das, was an diesem Abend an Sportbegeisterung von den Rängen fehlt, machen diese Drei durch ihren unnachahmlich Umgang miteinander wett. Stabhochsprung ist zwar eigentlich eine Individualsportart, aber die Springer haben den Gemeinschaftsgedanken des Sports wirklich verinnerlicht und der ärgste Konkurrent um den WM-Titel ist immer auch der erste Gratulant nach einem gelungen Sprung. Genau diese Bilder der fairen Sportsmänner lassen erahnen, was die Leichtathletik-WM für ein riesiges Begeisterungspotenzial haben könnte – fände sie nicht in Doha statt.

Duplantis, Lisek und Kendricks nach dem letzten Fehlversuch des Schweden

Keine Zuschauer, aber Hitze

Höchsttemperaturen von über 40 Grad und schwindelerregende Luftfeuchtigkeit sind gerade für Ausdauersportarten eine Katastrophe. Beim Marathon der Frauen kamen 28 von 68 Läuferinnen nicht einmal im Ziel an. Von den restlichen Frauen waren viele derart erschöpft, dass sie nach dem Rennen auf Rollstühle angewiesen waren. Hinzukommt, dass die Einwohner des kleinen Emirates kaum Begeisterung für die Leichtathletik zu haben scheinen. Das Fassungsvermögen des Khalifa International Stadium wurde zwar schon von 40 Tausend auf unter 20 Tausend reduziert, aber von vollen Rängen kann trotzdem keinesfalls die Rede sein.

So war das Stadion am Sonntag laut offiziellen Angaben nur zu unter 50% ausgelastet. Wie viel Zuschauer genau da waren, wurde nicht verraten, aber es machte den Anschein, als seien mehr Plätze frei gewesen als belegt. Hinzukommt, dass die meisten der wenigen „Fans“ Gastarbeiter aus Äthiopien sind, die freien Eintritt zu den Veranstaltungen erhalten. Diese Notlösung der Verantwortlichen ist jedoch auch nicht ideal, denn die Äthiopier machen zwar bei den Laufwettbewerben auf Langstrecke ordentlich Stimmung, aber ansonsten fehlt ihnen die „Erfahrung“ als Leichtathletikpublikum. So waren sie zum Beispiel vor Beginn der 100 Meter Sprints sehr laut und störten damit die Sportler in ihrer Konzentration.

100 Meter Sprint Weltmeister Christian Coleman vor leeren Rängen

Nun stellt sich natürlich mit Blick auf die nächste Fußball WM die Frage: Haben wir Ähnliches zu erwarten? Schon im Vorfeld macht das Turnier jede Menge Negativschlagzeilen. Die Arbeitsbedingungen beim Bau der Stadien, die Verlegung der WM in den Winter und nicht zuletzt die mehr als bedenkliche Menschenrechtslage. Außerdem warf schon die Vergabe der WM 2022 nach Katar einige Fragen auf und die allgegenwärtige Korruption war und ist einmal mehr Thema bei der FIFA.

Die Winter WM

Doch das Turnier wird in Katar stattfinden und es wird im Winter stattfinden. Genaugenommen vom 21. November bis zum 18. Dezember 2022. Durch diese erstmalige Verlegung einer Fußballweltmeisterschaft in den Winter wollen die Verantwortlichen das Problem der extremen Hitze umgehen. In Doha herrschen im Dezember vergleichsweise milde Temperaturen zwischen 15 und 25 Grad. Dadurch wird auch der immense Energieaufwand der Stadien etwas reduziert. Bei der Leichtathletik-WM wird nämlich innerhalb des Stadions versucht, die Temperaturen durch Klimaanlagen auf erträglichem Niveau zu halten.

Doch dann wäre da noch das Zuschauerproblem. Denn die katarische Bevölkerung ist in den Fußball auch nicht sonderlich mehr involviert als in die Leichtathletik. Die Hoffnung der Veranstalter: Der Publikumsmagnet Fußball schafft es, die Massen nach Katar zu treiben. Auf touristische Attraktionen, die dabei einen weiteren Anreiz bieten, kann sich das Land dabei nicht verlassen. Die Touristen müssen bereit sein, nur für den Fußball nach Katar zu reisen.

Nun sind die Tickets in der Vergangenheit bei internationalen Großveranstaltungen im Fußball immer sehr gefragt gewesen. Sowohl die EM als auch die WM haben meistens gar nicht genug Tickets zur Verfügung für den Zuschaueransturm. Ob auch 2022 wieder so ein enormes Interesse bestehen wird, muss sich erst noch zeigen. Aber das mit mehr Zuschauern als bei den Leichtathletik zu rechnen ist, gilt als sicher.

Die Stadien bei der Fußball WM 2018 hatten keine Stimmungsprobleme

Fußball ist nicht gleich Leichtathletik

Die Leichtathletik-WM hat nämlich nicht zum ersten Mal Probleme mit leeren Rängen. Nachdem in den letzten Jahren in London, bei den Olympischen Spielen und der WM, die Begeisterung der Zuschauer unfassbar groß war, ist Doha ein Rückfall in vergessen geglaubte Zeiten. Bereits Ende der 90er und Anfang der 2000er waren die Stadien, in durchaus Leichtathletik begeisterten Ländern, ebenfalls leer geblieben. In Athen, Sevilla, Edmonton (Kanada) oder Zürich fiel es den Veranstaltern sehr schwer die Ränge zu füllen. Ein Zuschauerproblem besteht in der Leichtathletik also nicht nur in diesem Jahr und nicht nur in Katar.

Dennoch scheinen die Stimmung und die gesamte Aufmachung dieser WM sehr gezwungen. Auch zahlreiche Sportler haben sich schon über fehlende Unterstützung von der Tribüne beklagt. Die Unterstützung wird bei der Fußballweltmeisterschaft wahrscheinlich wesentlich höher sein, aber nichtsdestotrotz hat auch dieses Turnier das Potenzial, eher durch Schlagzeilen abseits des Platzes aufzufallen, denn durch sportliche Höhepunkte. Und doch ist es am Ende eine Fußballweltmeisterschaft und wir Fußballfans vergessen nur zu gerne das gesamte Drumherum, wenn der Ball erst einmal rollt.

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UEFA Europa Conference League: Mehr Länder, mehr Geld?

2021 startet die UEFA Europa Conference League als 3. europäischer Wettbewerb hinter Champions und Europa League. Das bedeutet mehr Inklusion und Repräsentation von Clubs und Verbänden. Doch wer profitiert am Ende?

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Der neue Wettbewerb der UEFA soll vor allem mehr Vereinen aus mehr Ländern die Chance geben, sich im internationalen Geschäft wiederzufinden. Immerhin scheitern die Meister aus den kleinen Ligen regelmäßig in der Qualifikation zur Champions League oder Europa League. Durch die Conference League, die 2021 an den Start gehen wird, werden mindestens 34 statt Minimum 26 Länder in den europäischen Wettbewerben repräsentiert. 141 Spiele im neuen Format bedeuten also künftig ganz besondere Europapokalfreuden in verschiedenen Ecken Europas. Für die UEFA könnte sich das rentieren; doch wie groß wird das Interesse an der Conference League letztlich wirklich sein?

Die UEFA Conference League im Schnellcheck

Das Exekutivkomitee der UEFA gab jüngst in Ljubljana den Start der Europa Conference League bekannt.

Die UEFA begründete die in der Debatte umstrittene Entscheidung zur Einführung dieses Wettbewerbs mit der stärkeren Inklusion diverser Vereine. Präsident Aleksander Čeferin erklärte:

The new UEFA club competition makes UEFA’s club competitions more inclusive than ever before. There will be more matches for more clubs, with more associations represented in the group stages. There was a widespread demand by all clubs to increase their chances of participating more regularly in European competition. This has been achieved with a strategic approach and in accordance with UEFA’s objective of having both more quality and more inclusivity in our club competitions.

In aller Kürze wird die Conference League so aussehen: 32 Teams kämpfen in 8 Gruppen um den Titel; die Europa League wird im Zuge dessen von 48 auf 32 Teams reduziert. Das Besondere ist, dass so mindestens 8 Länder mehr in den Gruppenphasen der UEFA-Wettbewerbe repräsentiert werden. Gespielt wird donnerstags um 18.45 Uhr und 21.00 Uhr, das Finale findet an einem Mittwoch statt. Nach der Gruppenphase folgt das Achtelfinale. Dieses erreichen die Gruppenersten und die Sieger aus den Play-Offs der Gruppenzweiten und der Gruppendritten der Europa League – ab 2021 wird dieser Modus auch zwischen Europa League-Zweiten und CL-Dritten aus der Gruppenphase eingesetzt. In 15 Spielwochen werden in diesem Wettbewerb 141 Spiele ausgetragen werden. Der Sieger erhält einen Startplatz in der kommenden Saison in der Europa League. Das dürfte den kleineren Teams aus den eher unbekannteren Ligen ein Ansporn sein; eine regelmäßige Teilnahme am Europacup ebenfalls. Allerdings wird der Wettbewerb bislang noch nicht vollends ernst genommen.

Zwischen Europacup-Enthusiamsmus und Profitgedanken

Teams aus Schottland, Polen, Finnland, Irland, Schweden, Bulgarien oder auch Luxemburg könnten sich in der Europa Conference League auf internationale Begegnungen freuen. Diese und viele weitere Länder hängen in der UEFA-Fünfjahreswertung hinter Spanien, England, Deutschland, Italien, Frankreich, Russland, Portugal und Co. zurück. Das weckt Interesse bei den Clubs, die sonst selten über die frühen Qualifikationsrunden etwa zur Europa League hinauskommen. Demnach könnte es zu Partien kommen wie: Jeunesse Esch (Luxemburg) gegen die Shamrock Rovers (Irland) oder FC Aberdeen (Schottland; immerhin mit bedeutender Historie im Europapokal) gegen Lechia Danzig (Polen).

Wie groß das allgemeine Interesse außerhalb der Fan-Gruppen dieser Clubs oder vielleicht der betreffenden Ländern sein wird, bleibt abzuwarten. Denn einerseits sind diese Spiele im Vergleich zu Begegnungen wie Juventus Turin gegen Atlético Madrid in der Champions League beinahe glanzlos. Andererseits erwarten Fans und Zuschauer heute immer frischen Content und ein neuer Wettbewerb liefert zusätzlichen Live-Fußball, der doch seine Zuschauer finden könnte. Das ist schließlich auch ein Ziel der UEFA. Denn mehr Wettbewerbe bedeuten mehr Spiele, die vermarktet werden können; davon sollen letztlich viele profitieren.

Nun dürften die Zuschauerzahlen in der Gruppenphase nicht allzu hoch ausfallen. Doch gerade ab den Viertel- oder Halbfinals sollte sich das ändern. Beim Europa League-Finale registrierte allein BT Sports 6,3 Millionen Zuschauer, so IBC. Und ein CLub wie Stade Rennes, der sich im Achtelfinale mit Finalist Arsenal messen konnte, erhielt laut UEFA 90.000 Ticketanfragen für das Heimspiel gegen die Gunners. Je weiter fortgeschritten der Wettbewerb, desto besser lässt er sich vermarkten; vor allem, wenn das eine oder andere bekanntere Team dabei ist. Arsenal gegen Chelsea war für viele sicher ein interessanteres Finale als Slavia Prag gegen Villareal es gewesen wäre.

In der Europa Conference League könnten nun Clubs, die es in der Europa League nicht ganz schaffen, nach dem Titel greifen. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass Drittplatzierte der EL-Gruppen in der Conference League weit kommen, erscheint angesichts der qualitativen Unterschiede zu den Teams aus kleineren und schwächeren Ligen hoch. Um nur einige der drittplatzierten Vereine der vergangenen Europa League-Saison zu nennen: AC Mailand, siebenfacher Champions League-Sieger, Beşiktaş Istanbul, Glasgow Rangers oder RB Leipzig. Der Chef der European Club Association (ECA), Andrea Agnelli, hatte gesagt:

We believe that this outcome ensures that the UEFA club competitions continue to develop in a manner which is fair and balanced.

Es scheint, dass die Balance dahingeht, dass mehr Teams europäisch spielen und dass ein Pokal gewonnen werden kann, der manchem Team Europacup-Siege bescheren könnte, das so gar nicht davon zu träumen gewagt hatte. Realistischer ist womöglich, dass eher die Rangers, oder Istanbul den Titel in der UECL holen als Jeunesse Esch. Dennoch dürfen wir gespannt sein, welche Bedeutung diesem gänzlich neuen Wettbewerb beigemessen wird, der für viele überflüssig daherkommt. Doch fragt man Fans der irischen oder rumänischen Clubs beispielsweise, könnte sich dieses Bild ändern.

Da fragt man sich dann aber auch, warum der Europapokal der Pokalsieger abgeschafft wurde. Nicht aus sportlicher Sicht; denn die Sieger der großen Fußball-Nationen wären sicher auch hier dominant. Sondern aus wirtschaftlicher Sicht. Heute ließe sich so ein Wettbewerb sicher gut vermarkten; besser noch als die Europa Conference League. Das diese nun eingeführt wird, könnte also doch ein Tribut an die Leistungen der Teams aller Länder Europas sein. Dass das aber der Hauptbeweggrund sein sollte, ist illusorisch. Denn mehr Länder, die Europapokal-Spiele austragen, bedeuten für die UEFA letztlich schlichtweg mehr Geld. Und: Siege in der neuen Conference League bringen auch ganz neue Geschichten hervor. In Zeiten von Netflix, Amazon Prime und DAZN sind diese aus Marketing-Sicht auch nicht zu verachten. Und ein Europapokal-Finale bleibt ein Europapokal-Finale – oder?

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Profifußball braucht professionelle Schiris – DFB beschließt Schiedsrichter GmbH

Fußball das ist einfach. Das sind 22 Mann und ein Ball. Nicht ganz, denn ohne mindestens einen weiteren würde nichts funktionieren: den Schiedsrichter.

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Einer der undankbarsten Jobs im gesamten Profifußball ist wahrscheinlich der des Schiedsrichters. Woche für Woche müssen sie auf aller höchstem Niveau funktionieren und fast nie ist jemand zufrieden mit ihnen. Jeder kleinste Fehler wird zur Zerreißprobe, wenn Fans, Spieler, Trainer und die Medien sich persönlich angegriffen fühlen, von der subjektiven Wahrnehmung eines Menschen.

Damit diese Fehler minimiert werden, bekommen die Spielleiter immer mehr technische Hilfsmittel zur Hand. Jedoch kann man keinesfalls behaupten, dass der Job dadurch erheblich erleichtert würde. Zwar werden den Schiris heutzutage knifflige Entscheidungen, wie zum Beispiel Tor oder kein Tor, abgenommen, aber die Arbeit mit dem Videobeweis ist alles andere als ein Selbstläufer. An jedem Spieltag gibt es neue Diskussion und die vermeintlich falschen Entscheidungen der Schiedsrichter werden nun nur noch stärker verurteilt, denn: „Er hatte doch den Videobeweis!“

Was bei der ganzen Aufregung häufig vergessen wird ist, dass Schiedsrichter auch nur Menschen sind und noch dazu Menschen, die eigentlich einen anderen Beruf gelernt haben. Deniz Aytekin ist zum Beispiel gelernter Betriebswirt und Daniel Siebert ist Lehrer. Sie sind also Spitzenschiedsrichter und führen diese Tätigkeit auch Hauptberuflich aus, aber organisatorisch war das Ganze bisher eher eine sehr gut vergütete ehrenamtliche Tätigkeit.

Professionalisierung der Schiris

Das möchte der DFB nun ändern. Auf dem Bundestag in Frankfurt am Main beschloss der Verband, dass die Spitzenschiedsrichter zukünftig in eine externe Schiedsrichter GmbH ausgegliedert werden. Diese Neuigkeit haben wir zum Anlass genommen, uns die deutschen Schiedsrichter mal genauer anzuschauen. Was verdient ein Schiedsrichter überhaupt und welche sportlichen Voraussetzungen muss er erfüllen?

In der deutschen Bundesliga der Herren leiten momentan 45 Schiedsrichter und eine Schiedsrichterin die Spiele. Bibiana Steinhaus, die einzige weibliche Vertreterin, pfeift seit 2007 in der zweiten Bundesliga und seit 2017 auch im Oberhaus. Bisher leitete sie 90 Zweitliga- und 35 Erstligaspiele. Seitdem sie in der ersten Liga aktiv ist, pfeift sie keinen Frauenfußball mehr.

Gutes Geld fürs Pfeifen

Die Gehälter der Schiedsrichter variieren je nachdem, in welcher Liga ein Schiedsrichter aktiv ist, wie viel Erfahrung er aufweist und ob er für die FIFA pfeift. Ein Zweitligaschiri verdient momentan um die 40.000 Euro im Jahr und ein Schiedsrichter aus der ersten Liga bereits ca. 60.000. Hinzukommen weitere 10.000 Euro, ab fünfjähriger Bundesligaerfahrung und nochmal 10.000 Euro, wenn derjenige FIFA-Schiedsrichter ist. Zusätzlich zum Jahresgehalt gibt es noch Zahlungen für jedes einzelne Spiel. Diese betragen 5000 Euro für die Bundesliga und 2500 Euro für die zweite Liga. Die Assistenten bekommen jeweils die Hälfte dieser Zusatzzahlungen.

In den letzten Jahren war Dr. Felix Brych der wohl erfolgreichste deutsche Schiedsrichter. Seit der Saison 2012/13 wurde er vier mal zum deutschen Schiedsrichter des Jahres gewählt. Außerdem war er als einziger deutscher bei der Weltmeisterschaft 2018 in Russland vertreten, durfte dort aber lediglich ein Spiel leiten. Aufgrund eines strittigen nicht gegebenen Elfmeters im Spiel zwischen der Schweiz und Serbien (2:1) wurde Brych vom serbischen Trainer scharf kritisiert. Infolgedessen reiste er bereits nach der Vorrunde vom Turnier ab.

Sportliche Anforderungen

Um in der Bundesliga pfeifen zu dürfen, müssen die Schiedsrichter gewisse körperliche Voraussetzungen mitbringen. Diese werden jeden Sommer in einer Leistungsprüfung untersucht. Die Leistungsprüfung besteht aus zwei Lauftests, einem auf kurzer Strecke und einem auf einer längeren Strecke.

Auf der Kurzstrecke von 40 Metern müssen die Schiris sechs Mal mit fliegendem Start unter 6 Sekunden bleiben und haben zwischen den Läufen jeweils anderthalb Minuten Pause. Für den längeren Test muss zehn Mal eine Runde auf einer 400m Laufbahn absolviert werden. Wobei immer 150m in 30 Sekunden gelaufen werden und dann 50m in 35 Sekunden gegangen.

Dass das bestehen der Leistungsprüfung auch für erfahrene Schiedsrichter kein Selbstläufer ist, zeigte sich vor dieser Saison besonders deutlich. Gleich drei Schiedsrichter fielen beim Test durch. Neben Tobias Welz und Marco Fritz auch der frischgebackene Schiedsrichter des Jahres der Saison 18/19, Deniz Aytekin. Doch für Aytekin und seine Kollegen war dies kein Beinbruch. Vor allem muskuläre Probleme waren für das Durchfallen verantwortlich und der Test konnte wenige Wochen später erfolgreich wiederholt werden.

In Zukunft werden die hochprofessionell agierenden Schiedsrichter Deutschlands also in einer GmbH organisiert sein. Was das für Änderungen nach sich ziehen wird, hat der DFB noch nicht bekannt gegeben. Aber für die, unter ständigem Druck stehenden, Unparteiischen ist es auf jeden Fall eine positive Entwicklung.

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Mehr Geld für die Amateure? Fritz Keller und der neue Grundlagenvertrag

Fritz Keller wird DFB-Präsident und ab 2023 gibt es einen neuen Grundlagenvertrag. Aber was ist überhaupt der Grundlagenvertrag und was wird sich ändern?

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Am Freitag dem 27. September 2019 wurde Fritz Keller zum neuen DFB-Präsidenten gewählt. Sein Wahlsieg stand schon vorher fest, da der scheidende Präsident des SC Freiburg keinen Gegenkandidaten hatte. Von manch einem schon als „Robin Hood“ bezeichnet, hat Keller von nun an alle Hände voll zu tun, um das stark geschädigte Image des größten Sportfachverbandes der Welt wieder aufzupolieren.

Milliardeneinnahmen der DFL

Eine seiner Hauptaufgaben wird zu Beginn seiner Amtszeit die Ausarbeitung des neuen Grundlagenvertrags zwischen dem DFB und der DFL sein. Der aktuelle Vertrag gilt noch bis 2023. (Mehr zum Grundlagenvertrag unten.) In ihm werden unter anderem die Abgaben der Vermarktungseinnahmen von der DFL an den DFB geregelt. Diese Einnahmen haben sich in den letzten Jahren stark erhöht. Für den aktuell laufenden Dreijahreszyklus kassiert die DFL 4,64 Milliarden Euro für die Vermarktung der nationalen Medienrechte der ersten und zweiten Bundesliga. Doch die Abgaben an den DFB sind im aktuellen Vertrag nach wie vor auf einem niedrigen Niveau von „nur“ 26 Millionen Euro pro Saison gedeckelt.

Dies wird von den Amateuren moniert. Sie sind der Meinung, die DFL müsse einen größeren Anteil ihrer Einnahmen an den DFB abgeben, damit auch die Basis mehr vom Milliardengeschäft Fußball-Bundesliga profitiert. Fritz Keller hat sich auf die Fahnen geschrieben, den Profi- und Amateurfußball wieder mehr zu vereinen. Deshalb wird die Hoffnung gehegt, dass er im neuen Grundlagenvertrag auf höhere Abgaben der DFL setzt.

Der Profifußball, der Amateurfußball und der Frauenfußball – das gehört alles zusammen.

Fritz Keller

Keller unterstützt die Frauen

Außerdem möchte der designierte Präsident den Frauenfußball stärken. Seit einigen Jahren ist der Frauenfußball in einer Krise. Die Zuschauerzahlen in anderen europäischen Ländern steigen auf ungeahnte höhen an, nur in Deutschland findet der Frauenfußball kaum Beachtung. Dafür ist vor allem die fehlende Unterstützung des DFB verantwortlich. Zwar wird immer von Gleichberechtigung gesprochen, aber in der Realität ist davon wenig zu sehen.

Keller hat nun die Möglichkeit während seiner Amtszeit und insbesondere mithilfe des neuen Vertrages, die bestehende Ungleichheit zu minimieren. Zwar wird der DFL das neue Gesicht des DFB nicht in allen Belangen gefallen, aber ein DFB, der für eindeutige Werte steht, anstatt für dubiose Machenschaften, tut dem gesamten deutschen Fußball gut.

Der aktuelle Grundlagenvertrag

Der 2016 beschlossene Vertrag zwischen DFB und DFL regelt auf 17 Seiten die gegenseitigen Befugnisse und Pflichten der beiden Organisationen. Festgelegt wurde unter anderem der Pachtzins, den die DFL an den DFB zu zahlen hat, da sie für die Vermarktung der ersten und zweiten Bundesliga zuständig ist. Dieser Zins ist auf 3% der erwarteten Vermarktungseinnahmen festgelegt. Was bedeutet, dass der von der DFL zu zahlende Betrag von den Erwartung von 2016 ausgeht, welche jedoch weit unter den tatsächlichen Einnahmen heutzutage liegen. Außerdem regelt der Vertrag, dass der DFB die DFL an den Einnahmen der Nationalmannschaft beteiligen muss. Diese Beteiligung ist auf 20 Millionen Euro pro Saison festgelegt.

Neben diesen finanziellen Posten schreibt der Vertrag zudem die Mitwirkungsrechte und Befugnisse und die Pflichten und Verantwortung der DFL vor. Ersteres bedeutet zum Beispiel, dass die DFL mit mindestens einem Mitglied in der Anti-Doping-Komission vertreten ist. Zum anderen Punkt, den Pflichten der DFL, gehört unter anderem, dass die Vereine Teile ihrer Ticketeinnahmen an die jeweiligen Landesverbände abzutreten haben. Den kompletten Grundlagenvertrag, zum genauen nachlesen, gibt es hier.

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Neuer oder ter Stegen? Gute Frage, überflüssiger Streit.

Marc-André ter Stegen spielt auf konstantem Weltklasseniveau beim FC Barcelona, aber fast nie in der Nationalmannschaft. Sollte sich daran etwas ändern?

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Seit einigen Tagen regiert nur noch ein Thema die deutsche Fußballlandschaft: Wer sollte in der Nationalmannschaft Stammtorwart sein? Der 33-jährige Weltmeister von 2014, Manuel Neuer, oder die 27-jährige Nummer 1 des FC Barcelona, Marc-André ter Stegen?

Ter Stegen unzufrieden

Eröffnet wurde die gesamte Diskussion durch Unmutsäußerungen von ter Stegen. Der öffentlich bedauerte, bei den letzten beiden EM-Quali Spielen gegen die Niederlande und Nordirland nicht gespielt zu haben. Dass ter Stegen eine höhere Spielzeit erwartet, liegt vor allem daran, dass Bundestrainer, Joachim Löw, ihm nach der WM 2018 mehr Chancen zugesichert hat.

Neuer kritisierte daraufhin die Aussagen ter Stegens, woraufhin ter Stegen sich verteidigte. Doch damit war die Diskussion zwischen den beiden Hauptakteuren abgeschlossen. Die Torhüter beschränkten sich von nun an darauf ihre Standpunkte durch gute Leistungen zu untermauern, wie ter Stegen gegen den BVB in der Champions League.

Hoeneß Rundumschlag

Während der FC Barcelona die Diskussion, bis auf unterschwellige Social Media Nachrichten, unkommentiert ließ, konnte sich Uli Hoeneß weniger zurückhalten. Er holte zu einem Rundumschlag gegen DFB, Presse und ter Stegen aus. Für Hoeneß stelle sich die Torhüterfrage überhaupt nicht und er verbitte sich jegliche Diskussion. Laut ihm sei Neuer der klar bessere Torwart und werde es auch noch auf Jahre bleiben.

Außerdem sei er sehr enttäuscht von der süddeutschen Presse, da diese Manuel Neuer nicht genügend unterstütze. Wohingegen die westdeutsche Presse ter Stegen laut Hoeneß verehre. Natürlich hat Hoeneß für diese Aussagen keine Belege, aber seine Generalabrechnung ist damit längst nicht beendet. Denn auch der DFB müsse sich ganz anders gegenüber den Spielern verhalten.

Seiner Meinung nach hätte sich der Verband klar hinter Neuer positionieren müssen und ter Stegen hätte Konsequenzen für seine Aussagen verdient. Dieses Verhalten des DFB erinnere ihn stark an die Aussortierung der drei Bayern Stars Boateng, Müller und Hummels (heute BVB) vor gut sechs Monaten. Für Hoeneß ist klar, so wird es nicht weitergehen und scheinbar hat er auch eine Antwort auf die Frage, was er denn dagegen tun wolle.

Regeln gelten auch für Bayern

Wie die Sport Bild berichtet, droht Hoeneß damit, keine Spieler mehr für die Nationalmannschaft abzustellen, sollte die Diffamierung seiner Stars in Zukunft nicht unterbunden werden. Ganz unabhängig davon, was die anderen Bayern Verantwortlichen von diesen abenteuerlichen Plänen halten, sind sie offensichtlicher Nonsens. Denn die Vereine (auch der FC Bayern München) sind laut den FIFA-Statuten dazu verpflichtet, ihre Spieler für die Nationalmannschaften abzustellen. Es liegt also gar nicht in der Macht des Uli Hoeneß, über diese Thematik zu entscheiden.

Auf ebendiese Regeln bezieht sich auch Olliver Bierhoff in seiner Antwort auf Hoeneß. Außerdem sind für den Nationalmannschaftsmanager eindeutige Statements pro Neuer von Seiten des DFB gegeben worden. Seiner Meinung nach sind die Einsatzzeiten von Neuer ein klares Zeichen und es bedürfe dazu keiner weiteren Worte.

Die TV-Experten Deutschlands sind zu sehr großen Teilen der Meinung, dass Hoeneß hier mal wieder über das Ziel hinausgeschossen ist. Von Steffen Freund bis zu Lothar Matthäus äußerten sich viele ehemalige Fußballer zu dem Thema. Und hinter all diesem Trubel verschwindet fast die eigentliche Frage, wer für Deutschland im Tor stehen sollte.

Die Entscheidung liegt bei Löw

Rein statistisch geben sich Neuer und ter Stegen nicht viel. Neuer fängt zwar insgesamt weniger Tore, aber ter Stegen wehrt dagegen mehr Bälle ab. Den besseren Torwart über Statistiken zu ermitteln, ist aufgrund der Komplexität des modernen Towartspiels ohnehin schwierig. In den letzten beiden Spielen, zeigte ter Stegen ungewöhnliche Aussetzer, die eventuell durch die mediale Aufmerksamkeit ausgelöst wurden. Aber der Unterschied zwischen Neuer und ter Stegen ist marginal und Joachim Löw ist der einzige, der entscheiden kann, wer momentan der beste Torwart für die Nationalmannschaft ist.

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Fußball – ein Sport, viele Organisationen

Neben der FIFA und der UEFA gibt es noch viele weitere Organisationen im Fußball, die unterschiedlichste Interessen Vertreten. Wir geben einen Überblick.

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DFB, ECA, EPFL, WLF, DFL….. Im Fußball gibt es unendlich viele Organisationen, die für den reibungslosen Ablauf der beliebtesten Sportart der Welt sorgen. Doch wer soll in diesem Dschungel von Abkürzungen noch den Überblick behalten? Im Folgenden erklären wir, was wirklich hinter den vielen Buchstaben steckt.

ECA – European Club Association

Die im Jahr 2008 gegründete European Club Association ist eine Interessenvertretung der europäischen Fußballvereine. Sie sieht sich selbst als Vertretung aller Vereine, arbeitet aber aufgrund ihrer Zusammensetzung hauptsächlich den Top-Klubs zu. Die Landesverbände, die in der UEFA Fünfjahreswertung oben stehen, stellen die meisten ordentlichen Mitglieder. Alle zwei Jahre wechseln diese Mitglieder und es erwerben immer die bestplatzierten Mannschaften einer Liga die Mitgliedschaft. Außerdem gibt es noch die Möglichkeit ordentliches Mitglied zu werden, wenn man mindestens fünfmal den Europapokal der Landesmeister bzw. die Champions League gewonnen hat.

Neben den ordentlichen Mitgliedern gibt es noch die assoziativen Mitglieder. Diese bewerben sich bei der ECA für zwei Jahre auf eine Mitgliedschaft und sind dann an den Aktivitäten der ECA beteiligt. Bei den Mitgliederversammlungen nehmen sie aber nur eine Beobachterroller ein.

Karl-Heinz Rummenigge war langjähriger Vorstandsvorsitzender. Seit der Gründung bis 2018 hatte er diesen Posten inne und ist nun Ehrenpräsident der Association. Sein Nachfolger ist Juve Boss, Andrea Agnelli. (Mehr zu Agnelli hier.)

Die ECA konnte in den letzten Jahren einige wichtige Errungenschaften verzeichnen. Unter anderem ist die Organisation maßgeblich an der Gestaltung des Spielkalenders beteiligt. Dies ist momentan wieder ein großes Thema, weil die ECA für die neuen Kalender ab 2024 sowohl mehr Vereinsfußball auf europäischer Ebene fordert als auch mehr Pausen für die Spieler. Da Agnelli eine Beschneidung der Ligen ausschließt, bedeutet dies zwangsläufig weniger Termine für die Nationalmannschaften.

Neben dieser Beteiligung ist es der ECA gelungen, Spielerversicherungen einzuführen. Das bedeutet, dass Vereine dafür entschädigt werden, wenn sich ihre Spieler bei der Nationalmannschaft verletzen. Außerdem schaffte es die ECA Kompensationszahlungen einzuführen, die von der FIFA und UEFA an Vereine gezahlt werden, deren Spieler an einer WM oder EM teilnehmen.

Andere Reformversuche, wie die Änderung der Champions League in einen exklusiveren Wettbewerb mit Ligacharakter und Wochenendspielen, stießen hingegen auf derartig starke Ablehnung, dass die ECA doch auf gemäßigtere Änderungen setzte. Andrea Agnelli behauptet solche Forderung seiner Association würden nur getroffen, um eine Diskussion zu starten. Wie sehr die ECA den Fußball tatsächliche reformieren möchte, bleibt unklar.

EPFL – European Professional Football Leagues

Neben der ECA, der einzelne Vereine angehören, gibt es auch noch die EPFL, die aus Ligaverbänden besteht. 1997 wurde die EPFL von 14 Gründungsverbänden gegründet. Momentan sind in der EPFL 36 Verbände aus 29 Ländern organisiert. Damit vertritt die Organisation mehr als 950 Vereine. Ihr oberstes Ziel ist es, für Chancengleichheit in den europäischen Fußballligen zu sorgen.

Präsident ist momentan der Schwede Lars-Christer Olsson. Aber der wahrscheinlich bekannteste Vertreter ist der Österreicher, Georg Pangl. Als General Secretary trägt er häufig die Anschauungen der EPFL an die Öffentlichkeit. (Mehr zu Georg Pangl hier.)

Für die EPFL gestaltet sich das Mitwirken an Entscheidungen der UEFA und FIFA zunehmend schwieriger, da ihre Forderungen hauptsächlich kleineren Vereinen zugutekommen würden. Die Organisation hat gegenüber den internationalen Verbänden kein probates Druckmittel. Die ECA beispielsweise kann damit drohen, dass die Top-Klubs nicht mehr an den UEFA Wettbewerben teilnehmen, sollten ihre Forderungen nicht erfüllt werden. Trotzdem verzeichnet auch die EPFL Erfolge, wie zum Beispiel die Ablehnung der neuen Champions League Reformen. In diesem Fall stellten sich vor allem der deutsche und der englische Ligaverband hinter die EPFL und gegen die Neuerungen.

World Leagues Forum

Nicht nur in Europa sind die Ligaverbände organisiert. Seit 2016 kommen sie im World Leagues Forum (WLF) auch weltweit zusammen. Diese Vereinigung möchte vor allem auf FIFA Ebene Mitspracherecht haben. Nach der Gründung übernahm ein dreiköpfiges Team die Führung des Forums. Diesem Team gehört auch der Geschäftsführer der DFL (Deutsche Fußball Liga), Christian Seifert, an.

Die wichtigsten Anliegen des WLF sind die Regeln des Fußballs, der Spielkalender, Transferregulierungen und die Arbeitsverhältnisse zwischen Vereinen und Spielern.

DFL – Deutsche Fußball Liga

Der Deutsche Fußball Liga e.V. wurde 2000 gegründet und sitzt in Frankfurt am Main. Die DFL bildet die Interessenvertretung der deutschen Erst- und Zweitligavereine gegenüber dem DFB. Der DFL e.V. hat sein gesamtes operatives Geschäft an seine hundertprozentige Tochter die DFL Deutsche Fußball Liga GmbH abgetreten. Der Deutsche Fußball-Bund e.V. ist ein gemeinnütziger Verein und Dachverband von 26 Fußballverbänden in Deutschland. Er ist mit knapp sieben Millionen Mitgliedern der größte nationale Sport-Fachverband der Welt. Die DFL ist ein ordentliches Mitglied des DFB.

Diese beiden Verbänden sind für die Durchführung der ersten und zweiten Bundesliga zuständig. Geregelt werden die Aufgabengebiete in einem Grundlagenvertrag. Dieser gewährt der DFL das Recht zur Organisation und Vermarktung der Ligen. Dies sind zwei der drei Hauptaufgaben der DFL. Hinzu kommt noch die Lizenzierung der Vereine. Die DFL prüft, ob die Vereine verschiedenste Anforderungen erfüllen, um die nächste Saison in einer entsprechenden Spielklasse mitzuspielen.

Der Präsident der DFL saß bis zu diesem Jahr im Präsidium und im Vorstand des DFB. Seit der Mitgliederversammlung am 21.08.2019 gibt es das Amt des Präsidenten nicht mehr, das zuvor Reinhard Rauball ausgeführt hatte. Nun ist der Geschäftsführer der DFL, Christian Seifert, der außerdem auch Vizepräsident des DFB ist, der Sprecher des Präsidiums und somit der „oberste Repräsentant“.

FIFPro und VDV

Nicht nur Ligen und Vereine organisieren sich, um ihre gemeinsamen Interessen besser umsetzen zu können. Auch Profifußballer selbst sind international und national organisiert. International in der Fédération Internationale des Associations de Footballeurs Professionnels (FIFPro) und explizit in Deutschland in der Vereinigung deutscher Vertragsfußballer e.V. (VDV).

Diese Organisationen agieren ähnlich wie Gewerkschaften anderer Berufsgruppen. Sie versuchen die verschiedensten Interessensgebiete ihrer Mitglieder möglichst gut abzudecken. Der VDV setzte beispielsweise ein Urlaubsgeld für Profis durch, das vom DFB als verpflichtend festgesetzt wurde. Außerdem ist der VDV mitverantwortlich dafür, dass vertragslose Spieler heutzutage ablösefrei den Verein wechseln können.

Neben diesen Errungenschaften sind die Gewerkschaften beratend tätig und unterstützen beispielsweise Fußballer nach ihrem Karriereende. Des Weiteren setzen sie sich gegen Rassismus, Diskriminierung, Gewalt und Doping ein. Vertreter der FIFPro unterstützen zudem die IFAB.

IFAB – International Football Association Board

The International Football Association Board ist für die Regeln des Fußballs zuständig. Das Board besteht aus acht Mitgliedern. Vier von der FIFA und jeweils einer aus England, Nordirland, Wales und Irland. Diese Zusammensetzung hat historische Gründe. Die IFAB wurde bereits 1882 im Zuge der Austragung eines rein britischen Fußballturniers gegründet und dann 1904, nach der Gründung der FIFA, als verantwortlich für die Fußballregeln anerkannt.

Die acht Mitglieder stimmen über Regeländerungen ab, wobei mindestens sechs Stimmen für eine Änderung benötigt werden. Interessant bei dieser Abstimmung ist wiederum, dass die vier FIFA Mitglieder der IFAB nur als Block abstimmen dürfen.

Neben den acht stimmberechtigten Mitgliedern hat die IFAB viele weitere Mitglieder in beratender Funktion. Dies sind zumeist ehemalige Fußballer, Trainer oder Funktionäre, die in unterschiedlichen Gremien über die Zukunft der Fußballregeln diskutieren.

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Ownership-Overview: Die Top 6 der Serie A

Ein Überblick über die Besitzer und Entscheider der italienischen Spitzenvereine. In Italien präsentieren sich die unterschiedlichsten Klubbesitzer.

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Im Ownership-Overview schauen wir uns an, wer eigentlich im Besitz der größten europäischen Fußballvereine ist. Der erste Teil gibt eine Überblick über die Finanziers der englischen Premier League. Aber nicht nur in England sind die Vereine im Besitz von großen Unternehmern und superreichen Geschäftsleuten, sondern auch in der italienischen Serie A.

Juventus Turin

Andrea Agnelli mit seinem Onkel Gianni beim Champions League Finale 1996

Die Alte Dame, der mit Abstand erfolgreichste Fußballverein Italiens, steht seit fast 100 Jahren in enger Verbindung mit der italienischen Unternehmerfamilie Agnelli. Edoardo Agnelli, der Sohn des Fiat Gründers, begann bereits 1923 den Verein finanziell zu unterstützen und wurde später Präsident. Seine Söhne, Giovanni und Umberto, führten den Verein ebenfalls. Ab 1967 wurde die familiäre Präsidentschaft unterbrochen, bis 2010 der heutige Präsident Andrea Agnelli (Enkel von Edoardo) in das Amt berufen wurde. Auch finanziell hat die Agnelli-Familie die größten Anteile an Juventus Turin. Der im Familienbesitz befindlichen Investmentgesellschaft, Exor N.V., gehören 63,8% der Aktien.

SSC Neapel

Aurelio De Laurentiis

Der SSC Neapel erlebte in den 80er Jahren, mit einem überragenden Diego Maradona, seine bisher erfolgreichste Zeit. Den absoluten Tiefpunkt erreichte der Verein mit dem Entzug der Lizenz im Jahr 2004 und dem damit verbundenen Abstieg in die dritte Liga. Seitdem leitet der italienische Filmproduzent, Aurelio De Laurentiis, die Geschicke des Vereins und das durchaus erfolgreich. Seit nunmehr 15 Jahren ist seine Filmproduktionsfirma Filmauro im Besitz des Klubs. Seitdem gelangen zwei Aufstiege, zwei Pokalgewinne und die Etablierung der Azzuri als zweites italienisches Spitzenteam, hinter Juventus Turin.

Inter Mailand

Choreo der Inter Fans vor dem Gewinn der Champions League 2010 in Madrid

Der Champions League Sieger von 2010 hat einige turbulente Jahre hinter sich. 2013 wurde der Verein durch den indonesischen Geschäftsmann, Erick Thohir, übernommen. Dieser hielt zunächst 70% der Anteile, doch seit 2016 ist er nur noch Minderheitsaktionär. Das chinesische Unternehmen Suning Comerce Group, das Haushaltsartikel herstellt, kaufte 68,55% der Anteile und ihr Gründer, Zhang Jindong, ist seitdem Präsident der Schwarz-Blauen.

AC Mailand

AC Präsident Silvio Berlusconi (mitte) mit seinem Geschäftsführer Adriano Galliani (links) und seinem Trainer Nils Liedholm (rechts) 1986

Der AC Mailand wurde in den letzten Jahren zu einem perfekten Beispiel für die Befürworter der 50+1 Regelung. Nachdem seit 1986 der ehemalige italienische Ministerpräsident, Silvio Berlusconi, fast 100% des Vereins besaß, kaufte ihn der chinesische Geschäftsmann, Li Yonghong, im Jahr 2017 für knapp 740 Mio. Euro. Woher Yonghongs Vermögen stammte war von Anfang an unklar. Infolgedessen kam der neue Präsident einigen Rückzahlungen für einen Kredit, den er bei Eliott Management Corporation aufgenommen hatte, nicht nach. Woraufhin das US-Unternehmen im Juli 2018 selbst die Mehrheit des Vereins übernahm. Diese Farce ist Wasser auf den Mühlen der Kommerzialisierungsgegner des deutschen Fußballs. Denn hier wurde ein traditionsreicher Fußballverein zum Spielzeug ausländischer Unternehmer.

AS Rom

James Pallotta

Die Roma ist das italienische Äquivalent zu Bayer Lerverkusen – zumindest, wenn es darum geht, zweiter zu werden. Mit bereits 14 Vizemeistertiteln kennen sich die Hauptstädter gut damit aus, den anderen den Vortritt zu lassen. Der letzte Meistertitel konnte im Jahr 2001 errungen werden. Auch der seit 2012 amtierende Präsident James Pallotta konnte daran bisher wenig ändern. Der Amerikaner mit italienischen Wurzeln versucht seinen Verein zu modernisieren, doch hat er einen schweren Stand bei den Fans, nachdem er die Vereinslegende Francesco Totti verfrüht in Rente schicken wollte. Pallottas größtes Projekt ist der Bau eines neuen Stadions, dessen Baubeginn jedoch seit Jahren verschoben wird.

Lazio Rom

Claudio Lotito

Der wohl unbeliebteste italienische Fußballpräsident ist erfolgreicher Reinigungsunternehmer und seit 2004 im Amt. Claudio Lotito führte den Hauptstadtklub aus einer finanziellen Krise, die existenzbedrohende Ausmaße hatte. Dennoch ist er bei den Fans überaus unbeliebt. Nachdem der Verein sich finanziell wieder erholt hatte, forderten die Fans eine Kursänderung. Doch dem eiskalte Geschäftsmann, Lotito, scheinen Geld und Macht wichtiger als sportlicher Erfolg. Er führte den Verein, trotz regelmäßiger Proteste und Morddrohungen, zum Pokalgewinn in der letzten Spielzeit.

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