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Transferiva: Per Klick zum neuen Club: Digitaler Treffpunkt für Spieler, Trainer und Vereine

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Während sich internationale Topstars bei der WM in Russland vermarkten und sich mitunter danach ihren nächsten Verein aussuchen können, fällt die Wahl im Amateurbereich deutlich schwerer. Immerzu sind Spieler und Trainer auf der Suche nach neuen Vereinen – und umgekehrt. Dabei finden jedoch nicht immer alle Parteien zueinander, obwohl es ein großes Angebot gibt. transferiva hat es sich als digitale Spieler- und Trainerbörse zur Aufgabe gemacht, über eine unkomplizierte

Online-Plattform die Vermittlung von Spielern und Trainern an Vereine ins technologische Zeitalter zu transferieren. Auf diese Weise sollen auch regionalen, sogar den kleinsten, Clubs Möglichkeiten eröffnet werden, um genau die Spieler in der Region zu finden, die dem Team den letzten Schliff geben könnten. Und natürlich vereinfacht das Portal die Vereinssuche für potentiell hunderttausende Kicker.

Wir waren gespannt zu erfahren, wie transferiva funktioniert und auf welche Art und Weise die Plattform den Amateurfußball produktiv digitalisieren kann; deshalb haben wir den Machern gesprochen.

transferiva, was ist das?

Portale mit Daten zu Fußballspielern haben enormes Wachstumspotential, Transfermarkt.de hat es in den letzten Jahren gezeigt. Nun haben weitere Fußballbegeisterte ein ambitioniertes Projekt Projekt gestartet, das die digitale Vernetzung des Fußballs im Amateurbereich auf den aktuellen Stand bringen soll. transferiva wird derzeit von den Gründern Max und Tolga sowie Mats, Daniel, Johannes und Tim aufgebaut. Tolga Ünlü bringt hierbei ganz besonderes Know-How mit ins Spiel, denn er selbst ist Profi in der ersten türkischen Liga und spielt dort für Büyüksehir Belediye Erzurumspor. Max hingegen spielt im Amateurbereich und trainierte auch Jugendteams, ist fernab des Sports jedoch juristisch unterwegs. Beide haben die Beobachtung gemacht, dass es keine zentrale – und digitale – Anlaufstelle für Amateurspieler gibt, die etwa einen begabten Rechtsaußen an genau das Team in der Region vermittelt, das einen solchen sucht und dem Anspruch des Spielers gerecht wird. So kam die Idee zu transferiva zustande. Und das Portal bietet Anschlusspunkte nicht nur für Spieler, sondern auch für Trainer und Vereine. Max erklärte uns:

„Auf unserer Website können sich Spieler, Vereine und Trainer kostenlos anmelden, ein eigenes Profil mit allen relevanten Angaben erstellen und über ein integriertes Nachrichtensystem direkt miteinander in Kontakt treten. Auf diese Weise soll es Vereinen wesentlich vereinfacht werden, neue Spieler und Trainer zu finden.Umgekehrt sollen genauso Spieler und Trainer auf diesem Wege wesentlich einfacher ein passendes Team für sich finden.”


Die Transferbörse bei transferiva, eine Übersicht, © transferiva

Bislang können Interessierte sich auf der Plattform schon eines ausgeprägten Städtenetzwerks bei der Suche bedienen, das allerdings noch ausgebaut werden wird.


Das Städtenetzwerk transferivas; es wird sich noch erweitern, © transferiva

Vereine wie die U23 von Altona 93 oder die Sportfreunde Pinneberg sind jüngst dem Netzwerk der Mannschaften beigetreten und könnten künftig zu den Vereinen gehören, die von transferiva profitieren mögen.

„Ein umfassendes Netzwerk für den Amateurfußball schaffen”: Die Macher von transferiva im Interview

Wir haben Max um ein paar Antworten gebeten, damit wir die Möglichkeiten, den Anspruch und die Entwicklung von transferiva besser nachvollziehen können. Denn wer könnte uns die Innovation besser erklären, als die Macher selbst?

 

Spielmacher Konferenz: Welcher Aspekt hat euch überzeugt das Projekt in die Wege zu leiten?

transferiva: Tolga und ich (Max) haben selbst die Erfahrung gemacht, dass es mühsam sein kann, einen neuen passenden Verein für sich zu finden. Als ich vor einigen Jahren aus dem Süden (Norden Bayerns) nach Hamburg kam und einen neuen Verein suchte, wusste ich nicht, an wen ich mich wenden sollte, welcher Verein auf meiner Position nach Spielern sucht usw. Genauso verhielt es sich, als ich wenige Jahre später gerne eine Jugendmannschaft trainieren wollte. Dass ich letztlich doch Trainer einer super Truppe wurde, war viel Glück und Zufall. Als uns dann zusätzlich noch ein guter Freund, der schon viele Jahre erfolgreich als Trainer im Amateurfußball aktiv ist, beschrieb, wie aufwendig sich die Suche nach neuen Spielern für seinen Verein gestaltet, kamen wir auf die Idee, diese Situation für alle Seiten (Spieler, Trainer und Vereine) mit einer Online-Plattform wesentlich zu vereinfachen. Schließlich war auch der große Zuspruch von Freunden, Fußballern und auch Vereinen aus unserem Umfeld eine große Motivation, das Projekt zu starten und kontinuierlich fortzuentwickeln.

 

Spielmacher Konferenz: transferiva möchte Spieler, Trainer und Vereine zusammenbringen. Weshalb braucht es heutzutage eine Online-Plattform?

transferiva: Bisher war es üblich, dass Spieler, Trainer und Vereine häufig rein zufällig oder über Bekannte/Kontakte zusammenfanden. Die Suche nach neuen Spielern/Trainern ist für Vereine (und umgekehrt für Spieler/Trainer die Suche nach Vereinen) nicht selten aufwendig und zeitintensiv. Gleichzeitig sind aber nahezu alle Spieler, Trainer und auch Vereine heutzutage online. Genau dort setzt unsere Plattform an, welche die Möglichkeiten der online-Interaktion (z.B. Nachrichtensystem, Profile) nutzt, indem etwa zielgerichtete Suchen nach Spielern, Trainern und Vereinen oder aber direkte Kontaktierungsmöglichkeiten über einen Messenger angeboten werden.

 

Spielmacher Konferenz: Welches sind die größtes Vorteile, die transferiva gegenüber einer telefonischen oder persönlichen Vorstellung etwa beim Verein bietet?

transferiva: transferiva bietet in der Hinsicht einige Vorteile. Zunächst einmal können Spieler über unsere Website direkt einsehen, welche Vereine auf einer bestimmten Position konkret nach Spielern suchen. Diesen Umfang an Informationen könnte ein Spieler – wenn überhaupt – nur durch aufwendige Recherche in Erfahrung bringen. Auf transferiva finden sich diese Informationen kompakt aufbereitet und ermöglichen es dem Spieler so, zwischen mehreren Vereinen den für ihn interessantesten auszuwählen und ihn über das integrierte Nachrichtensystem direkt zu kontaktieren. Entsprechendes gilt natürlich auch für Trainer und Vereine. Dadurch wird die Suche und erste Kontaktaufnahme wesentlich vereinfacht und effizienter. Ganz ersetzen kann und will transferiva den Prozess eines herkömmlichen Transfers natürlich nicht, die persönliche Vorstellung eines Spielers oder Trainers beim Verein bleibt natürlich ein ganz wichtiger Schritt.

 

Spielmacher Konferenz: Ihr steht noch am Anfang des Projekts. Wie sind die Wachstumsprognosen für den Zulauf und was sind eure Hoffnungen?

transferiva: Wir glauben, dass unser Angebot Spielern, Trainern und Vereinen – also dem Amateurfußball im Allgemeinen – einen echten Mehrwert bietet. Daher gehen wir davon aus, dass immer mehr Aktive im Amateurfußball den Nutzen von transferiva für sich erkennen und auf unsere Plattform zurückgreifen. Wir hoffen, dass wir so ein umfassendes Netzwerk für den Amateurfußball schaffen können, sodass mühsame Spieler-, Trainer- oder Vereinssuchen der Vergangenheit angehören.

 

Spielmacher Konferenz: Habt ihr künftig den Anspruch, die Plattform noch auszubauen, sodass eine umfassendere Kommunikation darüber möglich wird? Sind Social  Media-Bestrebungen dahingehend relevant oder liegt der Fokus auf den Basics der Vermittlung?

transferiva: Der Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung bzw. der Kontaktherstellung. Dabei ist die Kommunikation und Interaktion der Spieler, Trainer und Vereine untereinander natürlich super wichtig, weshalb wir immer auch daran arbeiten, die Interaktionsmöglichkeiten unserer User noch zu verbessern. Auch die Social Media spielen dabei natürlich eine wichtige Rolle.

 

Spielmacher Konferenz: Daran anknüpfend: wo wollt ihr in ein paar Jahren mit der Plattform stehen?

transferiva: In ein paar Jahren möchten wir transferiva in ganz Deutschland etabliert haben. Wir hoffen, dass transferiva dann tatsächlich für nahezu jeden Verein und deren Spielergewinnung relevant und von Bedeutung ist. Auch für Spieler und Trainer wollen wir natürlich auf allen Spielklassen-Ebenen und in jeder Region eine der ersten Anlaufstellen sein, wenn sie auf der Suche nach einem neuen Verein sind. Auch die Features unserer Website wollen wir natürlich kontinuierlich weiterentwickeln und noch besser auf die Wünsche und Vorlieben unserer User zuschneiden.

 

Spielmacher Konferenz: Bislang konzentriert ihr euch auf den Amateurbereich – spielen auch professionelle oder semi-professionelle Vereine und Akteure in euren Planungen eine Rolle?

transferiva: Unser Schwerpunkt ist und bleibt ganz klar der Amateurfußball. Das ist der Bereich, für den unsere Plattform am relevantesten ist und wirklichen Nutzen bringt. Unsere persönlichen Erfahrungen, die uns auf die Idee zu transferiva gebracht haben, kamen allesamt aus dem Amateurbereich. Und zudem ist der Amateurfußball der Bereich, mit dem wir selbst am Besten vertraut sind. Das schließt aber nicht aus, dass wir in der Zukunft mal im (semi-)professionellen Bereich in irgendeiner Form unterwegs sind; konkrete Pläne gibt es dafür aber noch nicht.

 

Spielmacher Konferenz: Ist transferiva für alle Altersklassen und Geschlechter offen?

transferiva: transferiva möchte die Spieler- und Trainerbörse für den gesamten Amateurfußball sein. Das war der Anspruch von Beginn an und schließt auf jeden Fall auch den Frauenfußball und alle Altersklassen ein. Dass davon noch nicht alles umgesetzt werden konnte, liegt in erster Linie an unseren Ressourcen, die als junges Start-Up natürlich begrenzt sind. Einer der nächsten größeren Schritte wird aber etwa das Integrieren des Mädchen- und Frauenfußballs auf unserer Plattform sein.

 

Spielmacher Konferenz: Ihr seid eine kostenlose Plattform. Wollt ihr euch über Werbeinventar finanzieren oder später vielleicht auch eine Gebühr erheben?

transferiva: Das Angebot von transferiva bleibt für unsere User – also Spieler, Trainer und Vereine – im Grundsatz komplett kostenlos. Es ist aber geplant, dass wir für Vereine neben einem weiterhin kostenlosen Basic-Account zusätzlich ein kostenpflichtiges Premium-Modell anbieten, das besondere features für die Spieler- und Trainergewinnung und sonstige Vorteile enthält. Dem Verein verbleibt dabei also die Möglichkeit, für die Nutzung von transferiva zwischen dem kostenlosen und kostenpflichtigen Angebot zu wählen. Schließlich ist auch eine Finanzierung über Werbung ein interessantes Modell.

 

Spielmacher Konferenz: Wir sind im Zeitalter von Mobile First angelangt? Gibt es eine App von euch oder ist sie in Planung?

transferiva: Bei der Entwicklung der Website haben wir aus dem Grund stets ein besonderes Augenmerk auf die mobile Version gelegt. Auch die Entwicklung einer App ist in Planung – wann damit begonnen wird, ist aber noch unklar.

 

Spielmacher Konferenz: Sind eurer Meinung nach die Amateurvereine im Großen und Ganzen digital denn schon soweit, sich per Plattform auf Spieler- oder Trainersuche zu begeben?

transferiva: Im Großen und Ganzen auf jeden Fall. Fast alle Vereine, mit denen wir Kontakt hatten, betreiben selbst eine Vereins-Homepage und sind – mal mehr, mal weniger – digital aktiv.

 

Spielmacher Konferenz: Letzte Frage: Wer wird Weltmeister 2018?

transferiva: Obwohl wir einen verkorksten Start ins Turnier hingelegt haben, glaube ich (Max), dass wir den Titel verteidigen und Weltmeister werden können. Mit Tolga habe ich vorhin darüber gesprochen, er rechnet Frankreich größere Chancen aus. Wir werden sehen. 😉

Wir bedanken uns herzlich für das Interview. Wer nun Interesse an der digitalen Spieler- und Trainerbörse tranferiva zeigt, kann direkt auf die Plattform zugreifen und sich vielleicht sogar registrieren. Auch der Amateurfußball wechselt ins digitale Zeitalter.

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Fanciety – Nutze dein Fußballwissen im Duell: Eine App für wahre Experten

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Die Macher von Fanciety erklären uns, warum mit dieser innovativen Fußball-App jeder Spieltag für digital vernetzte Fans noch aufregender wird. Du machst die Leistung der Spieler deines Lieblingsvereins zum mobilen Talking Point. Während in der App detailreich und realitätsgetreu auf Werte der Spieler gesetzt wird, kannst du mit deiner Teamleistung gegen Freunde und andere Fans antreten. Im Fan-Duell über Mobile – das auch immer als Fernduell mit weiteren Fußballexperten funktioniert – werden Punkte gewonnen, neue Level erklommen; und das alles auf Basis des Wissens über die Leistungen deiner Lieblingsspieler. Das beste aber ist: Fanciety verbindet Fan-Sein und Fußballexpertise spielerisch und ermöglicht es, Erfolge oder Kopf an Kopf-Duelle in Echtzeit zu teilen. Hier zeigt sich wirklich, wer der mobile Fußballexperte ist.

Das Konzept für Fanciety: Mobiles Fußballduell, das Expertise fordert

Allzu häufig setzen Spiele- oder Quiz-Apps in erster Linie darauf, dass die Nutzer untereinander vernetzt sind und darüber Engagement und Interaktionen generieren; auch über die App hinaus in Social Media wie Facebook oder Instagram. Vor allem die Möglichkeit mit Freunden und Bekannten sein Wissen abzugleichen oder mit ihnen ins Duell zu kommen, reizt viele Nutzer. Die berühmte App Quizduell hat über zehn Millionen Downloads zu verzeichnen. Im Bereich Fußball sind Apps ebenso beliebt, erst recht, wenn es um Tipps zu aktuellen Spiele geht. So ist beispielsweise Kicktipp populär – was sich während der WM erneut gezeigt hat.

Es finden sich aber auch ausgewählte Fußballmanager als App. Allerdings sind diese beinah ebenso statisch wie die reinen Tipp-Apps. Zumindest bleibt der Nutzer hierbei darauf beschränkt, mit eingeschränkten Mitteln ein Team zusammenzustellen, dessen Spieler etwa in der Bundesliga möglichst viele Punkte einheimsen. Wohl dem der hier den einen oder anderen Bayernspieler im Kader hat oder das Glück oder Know-how hatte, um auf einen Top Newcomer zu setzen. Dennoch kann nicht im Detail auf die Leistungen der einzelnen und vor allem der Lieblingsspieler eingegangen werden.

Anders verhält es sich bei Fanciety. Diese App startet im September und wurde von drei fußballbegeisterten Professoren der KLU Hamburg, Universität Paderborn und Universität St. Gallen entwickelt. Fanciety setzt sich zum Ziel, dass Spieler ihre Expertise zu ihrem jeweiligen Lieblingsverein einsetzen, um im Duell mit anderen Nutzern nicht nur Punkte zu sammeln, sondern gleichzeitig seinen Status als Fußballexperte zu untermauern.

Dabei kann der Spieler in der App seinen Freunden oder Kollegen beweisen, dass seine Einschätzungen zum Spiel nicht von ungefähr kommen. Wer die Spieler seines Clubs am besten kennt und ihre Leistungen konkret einschätzen kann, wird die Duelle für sich entscheiden und womöglich schon bald zum Experten, zur Legende oder gar in die Hall of Fame aufsteigen. Das Ganze kann dann nicht nur im Büro, im Vereinsheim oder beim gemeinsamen Fußballgucken kommentiert, sondern auch unmittelbar in Social Media geteilt werden – damit jeder sieht, wer der wahre Fußballexperte ist; und sich dann selbst mit ihm oder ihr messen kann.


Fanciety; die Auswahl deines Teams aus der Bundesliga

So funktioniert Fanciety genau

Die neue und kostenlose App funktioniert denkbar einfach. Kurz gesagt: es geht um Wissen, Erfahrung und Leidenschaft. Denn ein bisschen Bauchgefühl braucht jeder gute Fußballkenner beziehungsweise -experte. Nach dem Download der App wählst du dein Lieblingsteam der Bundesliga und hast dann vor jedem Spieltag die Möglichkeit vier Spieler und einen Ersatzspieler aufzustellen. Dann tippst du für das anstehende Spiel die Leistung dieser Spieler in den folgenden Kategorien:

  • Tore
  • Vorlagen
  • Ballaktionen
  • Zweikampfquote

 

Du hast die Option diese Werte im Vergleich zum vorigen Auftritt zu bewerten: also entweder mit gleich, besser oder schlechter. Wenn du dir bei einem Spieler oder einer Kategorie besonder sicher bist – du glaubst etwa, dass Diallos Zweikampfwerte beim BVB sich verbessern oder dass Ishak Belfodil bei der TSG Hoffenheim mehr Tore und Vorlagen gibt –, kannst du auf diese Einschätzungen noch deine drei Joker pro Spieltag verwenden. Du hast hier die Wahl zwischen:

  • x3
  • x4
  • alle x2

Dabei werden die Punkte, die du mit einer spezifischen Einschätzung gewinnst, verdreifacht oder vervierfacht, wenn du den entsprechenden Joker setzt. Wird alle x2 eingesetzt, verdoppeln sich die Punkte sämtlicher richtig getippter Kategorien für einen deiner Spieler. Nutze diesen Joker also am besten für den Fußballer, dessen Leistung du am besten einschätzen zu können glaubst.

 

Nach den Vorbereitungen kannst du deine Freunde, Kollegen, Mannschaftskameraden und Co. in der App zum Duell herausfordern. Außerdem können Gruppen und Chats gebildet werden, in die du neue Spieler einladen kannst. Du erhältst pro Spieltag 100 Coins und kannst im Duell zwischen 25 und 500 derselben setzen. Das heißt, dass du maximal vier Duelle pro Spieltag austragen kannst; allerdings kannst du über die App auch weitere Coins erwerben. Bei jedem Spiel deines Teams kannst du mit richtigen Tipps und im Bestfall optimalen Jokereinsätzen Spiel- und Duellpunkte gewinnen. Je mehr du davon sammelst, desto schneller steigst du in den verschiedenen Leveln auf. Von Neuling zum Fan, vom Experten zur Legende. Letztlich werden die elf erfolgreichsten Spieler in die Hall of Fame aufgenommen. Wenn du deinen Verein und deine Lieblingsspieler besser kennst als jeder andere, ist es Zeit, Fanciety zu testen.

Der Weg zu einer neuen Fußball-App: Was die Macher zu Fanciety sagen

Sie wollen die wahren Fußballexperten finden und den Fans mobil noch den gebührenden Nervenkitzel beim Duell über ihre App bieten: Prof. Dr. Björn Michaelis von der KLU Hamburg, Prof. Dr. Sven Lindberg von der Universität Paderborn und Prof. Dr. Stephan Böhm von der Universität St. Gallen. Jeder hat seinen Vereine und seine Lieblingsspieler. Das wissen die Gründer von Fanciety und es hat sich immer wieder in Managerspielen gezeigt. Doch im Zeitalter von Mobile first sind Apps womöglich relevanter als Desktop-basierte Spiele. Daher setzte man auf ein „unkompliziertes Produkt, welches das gemeinsame Erlebnis Fußball mit Spielspaß, sozialer Interaktion, Teamverbundenheit und Nervenkitzel in das alltägliche Leben integrieren konnte“ – Fanciety. Hier sollen keine Fantasiemannschaften gemanagt, sondern die tatsächlichen Leistungen der eigenen Favoriten vorausgesagt werden. Dass dieses Spielprinzip aber für einen Duellmodus ausgelegt sein muss, um als soziale App zu funktionieren, war den Machern klar. Daher sollen die Fans ihr Fußballwissen im Wettkampf mit anderen Nutzern mobil einsetzen können:

„Am besten in 2-3 Minuten, kurz vor jeder Partie und alles immer in der Tasche dabei, jederzeit zur Hand. Das war der Startpunkt für ,Fanciety‘.“

Schon 2014 hatten die beiden Gründer Michalis und Lindberg die Idee zur App, 2016 kam der erste Prototyp und inzwischen ist die Testphase vorbei. Die App hat die Reife für iOS und Android erreicht. Doch nicht nur die Expertise der drei Gesellschafter und Fans war ausschlaggebend für das finale Konzept der App. Auch Verantwortliche des DFB und der DFL haben ihr Know-how zur Verfügung gestellt. Zudem tauschte man sich immer wieder mit dem FC Schalke 04 als Partner aus. Uns gegenüber haben die Macher von Fanciety ihre Vision der App geteilt: „die Leidenschaft Fußball gemeinsam erleben, egal an welchem Ort, intensiv, unmittelbar und authentisch.“ Um noch einige exklusive Insights zu dieser vielversprechenden App für Fußballfans allerorten zu erhalten, haben wir Prof. Dr. Björn Michaelis und Prof. Dr. Sven Lindberg im Interview einige Fragen gestellt.

Das Interview mit Prof. Dr. Björn Michaelis und Prof. Dr. Sven Lindberg von Fanciety

Spielmacher Konferenz: Ihr habt schon ein paar Aspekte zur Motivation preisgegeben, die zu Fanciety geführt hat. Was ist eurer Meinung nach der besondere Berührungspunkt eurer App mit den Fans?

Prof. Dr. Björn Michaelis, Prof. Dr. Sven Lindberg: Erstmalig steht die eigene Mannschaft im Vordergrund und die Fans müssen keine Spieler von anderen Vereinen einsetzten. Jeder echte Fan beschäftigt sich eigentlich fast tagtäglich mit seinem Verein und den Spielern – mit Fanciety kommt das dabei angesammelte Wissen und die ausgebildete Intuition bzw. Bauchgefühl nun wirklich zum Einsatz. Man lernt die verschiedenen Spieler, deren Leistungen und Entwicklungen ganz anders kennen. Oft ist man über die tatsächlichen Werte überrascht und muss seine subjektive Meinung revidieren. Die App bringt den Fan wirklich näher an die Spieler und damit auch näher an den Verein.

Spielmacher Konferenz: Das Modell des Vergleichs der Spielerleistungen zum vorigen Spieltag lädt zu stetigen Weiterspielen ein. Macht die Kombination dieser Kontinuität mit einem simplen Spielprinzip den erhofften Suchtfaktor für die App aus?

Prof. Dr. Björn Michaelis, Prof. Dr. Sven Lindberg: Ganz genau. Ganz wichtige Element sind für uns allerdings auch die Duelle und Gruppen. Wenn es nur eine Gesamttabelle gibt, lässt die Motivation irgendwann nach, wenn man weit abgeschlagen ist. Ich kann in beliebig vielen Gruppen aktiv sein und habe dort eigene Rankings – dadurch bleibt die Motivation stets erhalten. Zudem sorgt die Duell-Logik für eine besondere Dynamik – manchmal freut man sich einfach diebisch, wenn man einen bestimmten Freund oder Kollegen geschlagen hat und das völlig unabhängig vom Gesamtranking. Natürlich will man auch im Status wachsen und irgendwann Legende werden oder sogar in die Hall of Fame aufgenommen werden – das ist sicherlich ebenfalls ein großer Anreiz.

Spielmacher Konferenz: Plant ihr künftig Updates, die zum Beispiel das Einschätzen weiterer Leistungskategorien möglich machen könnten?

Prof. Dr. Björn Michaelis, Prof. Dr. Sven Lindberg: Ja, wir haben da noch so einiges in der Hinterhand 😉

Spielmacher Konferenz: Inwieweit können auch Torhüter bei Duellen gespielt werden? Ist der Einsatz von Kategorien für diese in Zukunft auch möglich?

Prof. Dr. Björn Michaelis, Prof. Dr. Sven Lindberg: Ist bereits umgesetzt! Hier wurden die Kategorien angepasst (z.B. Gegentore und Torschüsse abgewehrt).

Spielmacher Konferenz: Kann ich die Spieler nach Bekanntgabe der offiziellen Aufstellungen wählen oder muss ich mich schon vorher entscheiden?

Prof. Dr. Björn Michaelis, Prof. Dr. Sven Lindberg: Nach der Bekanntgabe macht es am meisten Sinn – vorher ist es aber natürlich auch zu jeder Zeit möglich.

Spielmacher Konferenz: Wie schätze ich die Leistungen eines Spielers ein, der am vorigen Spieltag nicht aktiv war? Ist dann seine letzte abgerufene Leistung der Referenzwert?

Prof. Dr. Björn Michaelis, Prof. Dr. Sven Lindberg: Ja, Referenz ist immer der letzte Einsatz.

Spielmacher Konferenz: Bisher war von der Bundesliga und der Champions League die Rede. Ist die App derzeit auf die Bundesliga beschränkt? Können auch Spieler aus Ligen wie der Premier League oder der Serie A für die Duelle gespielt werden?

Prof. Dr. Björn Michaelis, Prof. Dr. Sven Lindberg: Noch nicht – ist aber geplant.

Spielmacher Konferenz: Wann werden die Top 11 für die Fanciety Hall of Fame gekürt, nach Ablauf einer Saison?

Prof. Dr. Björn Michaelis, Prof. Dr. Sven Lindberg: Die ersten elf User, die in beiden Bereichen Legende erreicht haben, kommen bereits während der Saison in die HoF und werden in der App angezeigt.

Spielmacher Konferenz: Verratet uns doch einmal, für welche Vereine eure Herzen schlagen. Wie sind eure Erfahrungen aus den Duellen bei Fanciety, könnt ihr die Leistungen der Spieler meist richtig einschätzen?

Prof. Dr. Björn Michaelis, Prof. Dr. Sven Lindberg: Björn ist schon seit Kinderzeiten Bayern-Fan, aber als echter Hanseat leidet er natürlich auch mit dem HSV. Sven kommt aus’m Pott und ist sieht die Welt in Königsblau. Wir haben anfänglich tatsächlich bei unseren Herzensvereinen deutlich besser abgeschnitten – aber die Lerneffekte sind enorm. Mittlerweile sind wir bei recht vielen Vereinen ganz gut, da wir die meisten Spieler nun deutlich besser kennengelernt haben. Der Spielspaß ist mit seiner Mannschaft allerding definitiv am höchsten – da kann man dann auch mal eine Niederlage verkraften, wenn man selbst einen neuen Punkterekord aufgestellt hat.

Spielmacher Konferenz: Letztlich spielt es keine Rolle wie gut oder schlecht ein Spieler am Spieltag ist, wichtig ist nur die richtige Einschätzung seiner Leistung. Bleibt der Reiz für das Duell hier die Unberechenbarkeit des Fußballs?

Prof. Dr. Björn Michaelis, Prof. Dr. Sven Lindberg: Absolut, wir haben mittlerweile fast alles erlebt: Stürmer mit Top-Zweikampfwerten, Abwehrspieler mit Torriecher, ein Vierpunktevorsprung (durch Jokereinsatz), der in der letzten Sekunde platzt, eine Niederlage, weil die Nachspielzeit sieben Minuten betrug und die Ballbesitzstatistik nicht mehr passte und und und.

Spielmacher Konferenz: Das heißt, ich bin als Fan auch dann in der Lage mich in der Fanciety-Tabelle zu behaupten, wenn meine Spieler schwach oder mittelmäßig spielen – und ich das richtig eingeschätzt habe?

Prof. Dr. Björn Michaelis, Prof. Dr. Sven Lindberg: Genau, das macht den großen Unterschied – man gewinnt nicht mit dem besten Spieler oder Torjäger. Es zählt immer nur die richtige Einschätzung der Leistung.

Wir bedanken uns für die ausführlichen Einblicke in die App und das Interview und wünschen viel Erfolg mit Fanciety. Die App werden wir auf jeden Fall selbst ausprobieren.

Fanciety ist also letzten Endes eine App, die sozial und interaktiv den Fußball für die Fans aufs Smartphone oder Tablet holt. Und ein Duell um Fußballwissen im App-Zeitalter kultiviert. Wir dürfen gespannt sein, ob die wahren Fußballexperten ihrem Anspruch gerecht werden. Das können sie immerhin jetzt im Vergleich mit allen anderen Nutzern testen.

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Wert und Potential von Spielern dank Echtzeitdaten in 3D erkennen – Wie SciSports die Sports Analytics im Fußball revolutioniert

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Echtzeitdaten beim Spiel dank SciSports, Screenshot YouTube, © SAS Software

Datengetriebene Entscheidungen gehören schon längst zum Training, Scouting oder auch Spielbetrieb der professionellen Fußballvereine. Dennoch sind die Entwicklungen in Bereichen wie Künstlicher Intelligenz oder Machine Learning so maßgeblich, dass sie ebenso bei wettbewerbsorientierten Strategien im Sport Einzug halten. Denn spätestens seit dem Erfolgsfilm Moneyball ist klar, dass sich mit konsequent und umsichtig eingesetzten Analysen auf Grundlage detaillierter Daten Wettbewerbsvorteile erringen lassen.

Das StartUp SciSports bietet eine Form der intelligenten Sports Analytics, die scheinbar simple Daten zu Spielern in Wissen umwandelt. Wissen darüber, wie technisch versiert ein Spieler ist oder wie körperlich fit und welchen aktuellen Wert er auf dem Transfermarkt haben dürfte. Aber auch darüber, welchen Einfluss er auf ein aktuelles Spiel seiner Mannschaft hat, wie die Prognosen zu diesem Spiel oder zur Entwicklung des Spielers aussehen. Mit Hilfe dieser Lösung scheint auch die Bewertung bislang noch wenig bekannter Spieler aus einer ganz anderen Perspektive möglich zu werden.

 

Daten über Daten bis hin zu 3D

Das geübte Auge eines Scouts oder Trainers erkennt natürlich – und vor allem im professionellen Fußball – die Fähigkeiten eines Spielers. Genauso ist es möglich abzusehen, wie sich ein solcher entwickeln könnte, ob er dem Spiel seinen Stempel aufdrückt oder eher müde wirkt. Nichtsdestotrotz sind die Abläufe im Profisport, besonders im Fußball, inzwischen von reihenweise Analysen geprägt, die durch minutiöse Datenaufbereitung zusätzliche Schlüsse und Prognosen erlauben. Dabei scheint in diesem Bereich den Niederlanden eine gewisse Vorreiterrolle zukommen. Denn war es schon auffällig, welch großen Stellenwert Video- und Datenanalysen bei einem Trainer wie Louis van Gaal hatten, ist es nun das niederländische StartUp SciSports, das mit seinen intelligenten Tools für genauere und professionelle Insights für Sportvereine sorgt.

Im letzten Jahr wurde SciSports von der Hype Foundation zum innovativsten Fußballunternehmen weltweit gekürt. Dazu wird das Unternehmen von der Europäischen Union gefördert; damit dürfte das Potential bereits ersichtlich sein. Doch was genau macht SciSports? Das Unternehmen bietet technologiebasierte Lösungen in Form von Tools für Vereine, Sportagenten, Scouts, Trainer, Spieler und dergleichen mehr. Dabei stellt das StartUp verschiedene Bereiche bereit. Insights bildet ein umfassendes Scouting-Tool, das SciSkill-Modell bewertet den Einfluss von Spielern auf die Spiele und im Zuge dessen deren aktuelle Fähigkeiten und künftiges Potential. Die SciSkill Performance Indicators liefern dahingehend mit intelligenter Technologie ermittelte Messgrößen für die Stärken und Schwächen der Spieler. Und das neue System BallJames erstellt in Echtzeit 3D-Daten aus den Streams von Fußballspielen, die ganz neue Eindrücke von Sprint- oder Passqualitäten der Akteure zu liefern imstande sind. Darüber hinaus bietet SciSports auch die nötige Expertise, um die Daten fachgerecht zu verarbeiten: von explizit auf Regionen zugeschnittenen Scouting-Berichten, Background-Checks, situationsbezogenen Analysen über statistische Vergleiche bis hin zur übergeordneten Bereitstellung von Data Intelligence. Doch wie diese Lösungen konkret einen revolutionären Aspekt für den Fußballmarkt darstellen wollen, schauen wir uns genauer an.

 

Die Anwendungsmöglichkeiten der Lösungen

Angefangen mit einem Blick auf die Insight-Übersicht von SciSports wird schon deutlich, dass hier nicht nur Basiskennwerte eine Rolle spielen, sondern ebenso Machine Learning. Die Database beinhaltet derzeit über 200.000 Spieler weltweit, die aus 200 Ligen stammen. Wer mit dem Tool arbeitet, kann per Filter relevante Werte angeben, die von Interesse sind. Dabei werden das Alter, die Nationalität, die Position oder auch der Verein des Spielers angezeigt. Auch das Ende des Vertrages kann dargestellt werden; nach ablösefreien Spielern lässt sich ebenso suchen. All diese Angaben stellen allerdings kaum eine Innovation dar. Wirklich interessant wird das Insight-Tool für Scouts und Co. dann, wenn hier Werte der weiteren SciSports-Tools SciSkill und der SciSkill Performance Indikatoren miteinbezogen werden. Diese liefern für jeden erfassten Spieler schon auf den ersten Blick einen aktuellen SciSkill-Wert, der im Vergleich mit den anderen Spielern, die im Suchraster auftauchen, dargestellt wird.


Das Insight-Tool von SciSports, © SciSports

Zusätzlich kann dann noch das prognostizierte künftige Potential angezeigt werden.


Die Anzeige des SciSkill-Werts und des Potentials eines Spielers, hier für Youri Tielemans, © SciSports

Was ein wenig nach der Spielersuche bei FIFA klingt, hat hierbei jedoch einen ganz fundamentalen Hintergrund. Immerhin stechen die Prognosen zu Spielausgängen, die auf SciSkill basieren, sogar diejenigen der Wettanbieter aus. In den unternehmenseigenen Pressemitteilungen heißt es diesbezüglich:

„The index is validated and outperforms the bookmakers with an average ROI of 9.4%.“

Und die Daten zu diesen Skill-Werten sind deutlich detailreicher als etwa nur die Passquote oder die Tacklings.

So stellt auch die Positionierung einen Indikator für derlei Werte dar. Hier spielen etwa die Zahl der aufgenommenen Loose Balls, also Bälle, die verspringen oder in den freien Raum fallen oder rollen, eine Rolle, aber ebenso die eingenommenen Positionen bei Ecken und anderen Standards. Den Top-Wert in dieser Kategorie hält nach SciSports übrigens Sergio Ramos von Real Madrid.


SciSkill Performance Indikatoren wie die Positionierung sind extrem genau, © SciSports

Während all diese Möglichkeiten der Lösungen für das Insight-Tool von SciSports schon vielversprechend klingen, ist es das relativ neue Produkt BallJames, das wahrhaft für Furore sorgt.

 

BallJames: 3D Echtzeitdaten aus einem Fußballstream generieren

Das neue Produkt BallJames von SciSports ermöglicht dank der Kooperation mit Softwarehersteller SAS aus einem Stream eines Fußballspiels Daten in Echtzeit zu übertragen und dann in 3D zu visualisieren. Dafür sorgen 14 im Stadion integrierte Kameras – derzeit ist das System nur bei Heracles Almelo im Polman Stadion und bei einem ungenannten großen Premier League-Club implementiert. Nun können alle Bewegungen von Ball, Schiedsrichtern und Spielern übernommen werden. Damit werden Daten erstellt, etwa die Richtung, Geschwindigkeit oder Klarheit eines Passes, die Sprint- oder Sprungkraft eines Spielers oder sogar wie nah der Ball bei einer Annahme am Fuß des Spielers „klebt“. Die Echtzeit-Tracking-Technologie ermöglicht nun die 3D Darstellung, sodass die Daten, nicht nur eines Spielers, sondern des Spielgeschehens, auf x-,y- und z-Koordinaten angezeigt wird – was weltweit ein Novum ist.

SciSports’ BallJames mit 3D Echtzeitdaten, © SciSports

Um das Tool BallJames auf die Beine zu stellen, hat SciSports um die Gründer Giels Brouwer und Anatoliy Babic mit hoch renommierten Wissenschaftlern der Universität Twente zusammengearbeitet. Dabei kamen Machine Learning-Experten, Fußball- und Daten-Analysten, Professoren auf dem Feld der Gesichtserkennung, sowie Fachleute der Computer Vision zusammen. Durch die automatisierte Gesichtserkennung werden jegliche Spieler unmittelbar erkannt und die Daten ihrer Aktionen können ihnen direkt zugeordnet werden. Zum Beispiel wenn ein Spieler mit auffälliger Regelmäßigkeit besonders wenig Platz zwischen seinem Fuß und dem Ball bei der Annahme lässt.

Wer kann SciSports konkret nutzen?

Nun stellt sich die Frage, für wen die Lösungen von SciSports wirklich wirkungsvoll sein könnten. Hier gibt es ein Abhängigkeitsverhältnis zu bemerken: wer sich auf Datenanalyse als zusätzliche Spielart seiner sportlichen Strategie versteht und diese einsetzen möchte, dürfte hier sicherlich Vorteile für sich erkennen können. Dafür muss ein Verein oder Trainer jedoch hinter der strategischen Ausrichtung stehen, damit die Datensätze auch effektiv Anwendung finden, sei es im Training oder beim Scouting. So können Spieler personalisiert trainiert werden, ausgerichtet auf Defizite die die Tools aufgedeckt haben, beispielsweise eine zu große Distanz zum Ball bei der Annahme oder die falsche Positionierung bei Standards. In diesem Fall hilft solches über KI generiertes Datenwissen dann dem Trainerstab; und letztlich dem Verein. Dieser kann aber ebenfalls seinen Scouts Zugang zu solchen Daten bieten. Womöglich ist es für sie dann sogar einfacher, bisher unerkannte Spielertalente aufgrund einzigartiger Skill-Werte zu entdecken. Zudem können mit den Insights gezielt Fähigkeiten oder Potentiale von Spielern ermittelt werden.

Werfen wir doch einen kurzen Blick auf einige der Kunden von SciSports, um zu sehen, wie die Lösungen im Fußballmarkt bisher zum Tragen kommen.

 

Die zahlreichen Kunden von SciSports: Von Leeds United über PEC Zwolle bis hin zur Nationalmannschaft Belgiens

Wir wissen, dass das System BallJames bislang nur in zwei Stadien Anwendung findet. Aber eine ganze Reihe von professionellen Clubs nutzt bereits Tools des Unternehmens, um sich im Wettbewerb gut zu positionieren. Bereits seit 2016 nutzt Sparta Rotterdam den Daten-Scout von SciSports als Mitglied im vereinseigenen Scouting-System. Auch der belgische Club KV Mechelen profitiert von dieser Form des Scoutings. Zudem arbeitet SciSports mit dem niederländischen Verein PEC Zwolle zusammen, wie erst jüngst berichtet wurde. Doch nicht nur für das Scouting, auch für die Analyse des Gegners oder der eigenen Mannschaft eignen sich die Tools des Unternehmens; und werden hierzu etwa vom FC Utrecht genutzt.

„With SciSports’ resources FC Utrecht makes the next step in the professionalization of the football department. With the software of SciSports we have all data available to work out in-depth analysis of upcoming opponents and scouting players”,

erklärt Jordy Zuidam, Director of Football beim FC Utrecht, in der betreffenden Pressemitteilung. Und inzwischen ist das Unternehmen genauso im Mutterland des Fußballs angekommen. Leeds United ist seit Februar 2018 in Sachen Scouting ein Partner. Victor Orta, Director of Football bei Leeds United, stellt klar, dass gerade für die kleineren Vereine solch datenbasiertes Scouting Zeit und Kosten sparen kann:

“I think you have to try to grow in the world of scouting, and mix both models in order to the recruitment of players. I am a true defender of the human eye, but in clubs with limited resources where we can not have a scout per country, the main help of SciSkill, is always quality filters with the added value of SciSkill Potential which is a differential element with respect to all the similar tools that I have known. Today this tool is essential in our methodological process of player recruitment, because we gain time, and quality of viewing because we have prioritized much better our objectives to observe.”

Kurz vor der WM ist nun auch der belgische Fußballverband mit SciSports in eine Kooperation getreten, um die Vorbereitungen der Roten Teufel mit detailgenauen Datensätzen zu unterstützen. Sollte sich das Team von Roberto Martínez der WM besonders stark präsentieren, könnte das dem Image von SciSports noch mehr Auftrieb geben. Die nötige Spielstärke ist dem Team bei Spielern wie Lukaku, de Bruyne, Hazard, Courtois und Co. sicherlich ohnehin gegeben.

Wer sich nun fragt, ob letztlich tatsächlich die Daten Spiele entscheiden oder nicht doch eher Geniestreiche großer Spieler oder Trainer, befindet sich mitten in der modernen Diskussion zum technologischen Fortschritt im Fußball.

 

Daten vs. Bauchgefühl: Die Mischung macht’s

Die Frage könnte lauten: kann ein Tool wie das von SciSports mit seinen Datensätzen und der passenden Analyse ein Spiel im entscheidenden Moment beeinflussen? Mehr als ein unwiderstehliches Dribbling von Messi, als eine Glanztat von de Gea oder ein Antritt von Salah? Das lässt sich so kaum beantworten; und wenn, dann vielleicht eher mit Nein. Und das ist ja auch gut so, denn wir alle wollen schließlich keine wirklich vorhersagbaren Fußballspiele. Genauso konnten auch keine datenbasierten Prognosen – ob von SciSports-Tools oder andere – vorhersehen, wie wahnsinnig spannend und überraschend die Champions League Ausscheidungsspiele spätestens ab dem Viertelfinale in dieser Saison sich zugetragen haben.

Und trotzdem kann die Datenanalyse mit ihren Machine Learning und KI-Grundlagen Vereinen einen bestimmten Mehrwert liefern. Das wurde schon bei den auf das Scouting bezogenen Aussagen deutlich. Dazu kommt, dass eindeutig tatsächliche Spielbereiche des Teams optimiert werden können, da Defizite – übrigens auch beim Gegner – in der Analyse der Daten ausgemacht werden können. Sind diese in 3D und Echtzeit verfügbar, können die Einflüsse auf ein aktuelles Spiel sogar verstärkt werden.

Ein Musterbeispiel für gelungenes Scouting dank SciSports stellt der Niederländer Wout Weghorst dar. 2014 verpflichtete Heracles Almelo Weghorst als ablösefreien Spieler auf Anraten SciSports. Er entwickelte sich ähnlich, wie die Daten des Unternehmens es vorhersagten.


Wout Weghorsts Werte zu SciSkill und Potential nach SciSports, © SciSports

Dabei wurde er zunächst Stammspieler, in seiner zweiten Saison Toptorjäger des Vereins mit 15 Toren und dann Spieler des AZ Alkmaar. Almelo erhielt 1,5 Millionen Euro Ablöse, für einen ablösefrei aus der zweiten niederländischen Liga verpflichteten Spieler, dessen Potential bis dato unerkannt war. Diese Saison erzielte er als Vize-Kapitän von Alkmaar 27 Pflichtspieltore und spielte erstmals für die Nationalmannschaft der Niederlande.

Eine Erfolgsgeschichte des datenbasierten Scoutings.

SciSports ist weiterhin auf der Suche nach strategischen Partnern für seine Lösungen, vor allem für BallJames. Vereine, Trainer, Scouts und Co. dürfen sich diese näher anschauen, um im digitalen und technologielastigen Fußballgeschäft von heute und besonders von morgen neue Ansätze zu probieren. Die Kosten für die Nutzung der SciSports-Tools variieren je nach Use Case oder Ausführlichkeit. All diese Ansätze sollten nicht abgetan werden, auch wenn mitunter doch das Bauchgefühl des Trainers oder Scouts über Karrieren und Spielausgänge entscheidet. Immerhin wird der Sport mit Lösungen, die auf Künstlicher Intelligenz basieren, bespielt. Die Daten liegen auf dem Platz. Und einen Großteil all dessen, was auf diesem Platz geschieht, können wir mit bloßem Auge sehen; doch längst nicht alles. Und schon gar nicht auf allen möglichen Plätzen weltweit. In einer Zeit, wo Daten wie Gold sind, gilt demnach auch im Fußball: wer hier frühzeitig aus dem Vollen schöpfen kann, kann sich im Wettbewerb punktuell zu Vorteilen verhelfen. Was dann möglich ist, zeigen verschiedenste Erfolgsgeschichten; aber zum Glück hält der Fußball auch in solchen Zeiten noch Märchen bereit, die den Daten trotzen: Leicester City und Co. sei dank.

Wer mehr Interesse an SciSports und deren Lösungen hat, kann die Website besuchen oder sich beim YouTube-Channel lehrreiche Videos ansehen.

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